Sonntag, 6. Dezember 2015

24 Tage im Advent: 6. Dezember

Der Nikolaustag. Gestern Abend waren wir beim traditionellen Krampustreffen in unserer kleinen, grad mal 350 Einwohner großen Gemeinde. Wie immer eine schöne Tradition, auf die sich die Kinder jedes Jahr freuen. Das ist bei uns kein grausiger, brutaler Perchtenlauf. Der Nikolaus kommt, hat in seinem großen Leinensack für jedes anwesende Kind (!!) ein Nikolaussackerl vorbereitet und der Krampus im roten Zottelgewand begleitet ihn.
Den heutigen Sonntag verbringen wir mit einem gemütlichen Frühstück, ansonsten schauen wir mal, was der Tag so bringt.


Heute bin ich etwas nachdenklich unterwegs. Vielleicht ist es das bevorstehende Jahresende, vielleicht die stille Weihnachtszeit. Der Winter, die Zeit der Einkehr, des Beisammenseins. Aber ich glaube, ich kann mich auf nichts  Außenliegendes so wirklich ausreden: es liegt wohl eher an meiner Person. Ich bin von Natur aus sehr nachdenklich und je älter ich werde, nein: je älter meine Kinder werden, umso sentimentaler werde ich. Nicht nur bei Feiern und Familienangelegenheiten. Als die Jungs noch klein waren, hab ich sie einfach genossen. Nicht immer, das ist klar ;) - aber im Großen und Ganzen hab ich sehr zu schätzen gewusst, dass wir uns haben und dass unser Leben miteinander so schön ist. Ihr Staunen, ihre Freude auf jeden kleinen Entwicklungsschritt, den sie gemacht haben. Ihren Stolz auf ihr größer werden. All das hab ich sehr gut "nehmen" können.
Ich hingegen merke, wie schwer es mir manchmal fällt, keine kleinen, tapsigen Kinder mehr im Haus zu haben.
Wenn ich oftmals Freundinnen sehe, die kleinere Kinder haben, und sie müde sind oder sich darüber beschweren, dass das Leben mit kleinen Kindern so anstrengend ist, dann sag ich ihnen immer, dass sie diese Zeit in vollen Zügen GENIEßEN sollen. Ich kann jeder Mutter nur den Rat geben, so lange als möglich bei ihren Kinder zu bleiben, denn diese Zeit ist unwiederbringlich. Und auch wenn ich mit meiner Ansicht vielleicht nicht "allzu modern" sein mag und jetzt Gegenstimmen kommen - ich steh dazu und glaube wirklich, dass es wichtig ist, wie unsere Kinder in den ersten Lebensjahren behütet werden. Wenn sie mal im Kindergarten oder später in der Schule sind, wird alles anders. Es wird nicht schlechter, das meine ich damit nicht. Es wird einfach anders. Stressiger, zeitintensiver. Ein "in den Tag hineinleben" gibt`s dann kaum mehr.
Auslöser für dieses sentimentale Posting heute ist wohl der vergangene Freitag. Wir haben meinen Ältesten  in einer neuen, höheren Schule angemeldet. Und schon beim Vortrag des Direktors über die Werteerziehung in dieser Schule und die beruflichen Chancen, die den Jugendlichen danach offen stehen, hatte ich unentweg Pipi in den Augen und musste mich wirklich zusammennehmen, nicht einfach drauflos zu heulen. "Hallo? Mein Bub soll in 10 Monaten nun da zur Schule gehen? Vielleicht sogar dort wohnen?? -Er ist doch erst 13 !!" ... Wo ist nur die Zeit geblieben??

Versteht mich nicht falsch: Ent-wicklung und Fortschritt ist schön und gut und wichtig. Und notwendig und - sowieso nicht aufzuhalten (selbst wenn ich das anders sehen (wollen) würde ;O) ). Aber trotzdem: wo sind die letzten 14 Jahre geblieben?? Ich meine - ich bin doch auch nicht älter geworden!! *räusper*

Ich bin heut nachdenklich. Ich denk heut an die Veränderung, mit der wir alle, die wir tagtäglich älter (weiser/reifer...) werden, leben (lernen) müssen. Die Erde dreht sich. Die Welt verändert sich. Was bleibt und immer bleiben wird, sind die Familie und die Liebe. In dem Sinn lasst uns heute am 2. Advent dankbar sein für die Fülle an Gutem in unserem Leben.





Kommentare:

  1. Liebe Nora,
    du hast mir so aus dem Herzen gesprochen.Ich empfinde das alles genauso wie du! Meine Jungs sind jetzt 18 und 15 Jahre alt. Im Beruf arbeite ich mit Müttern und Kleinkindern, ich sage ihnen das gleiche wie du.Natürlich bin ich stolzauf meine beiden, wenn ich sehe, wie sie sich entwickelt haben und geworden sind.
    Trotzdem bin ich auch manchmal wehmütig.
    Einen schönen 2.Advent und alles Gute wünscht dir,
    Monika

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  2. Puhh da wird es mit ganz warm ums Herz. Das hast du sehr schön und ehrlich geschrieben. Ich mag mir das gar nicht vorstellen. Meine kleine ist grad erst 1 1/2 und ich bin und bleibe auch noch einige Zeit bei ihr weil ich das genauso empfinde. Die Zeit gerade ist so wichtig und schön. Leider wird man heute schon manchmal komisch angeguckt, wenn man sein Kind erst mit drei in den kiga schickt. Aber so ist das. Jeder nach seinem Gefühl.
    Vielen Dank und einen schönen zweite. Adventssonntag und genießt eure Zeit.
    Liebe grüße Viki

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  3. Du hast ja so recht!!! Wenn es möglich wäre meinen Ministöpsel nicht mit 1 Jahr in die Kindertagesstätte zu geben ich würde glatt daheim bleiben. Ich denke viele Mütter teilen deine Ansicht nur aus finanziellen Gründen ist es meist nicht umsetzbar. Ich genieße jede Minute mit ihr auch die sehr anstrengenden, denn die Zeit der "kleinen Tage" ist zu schnell vorbei...LG Sabine

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    1. liebe sabine,
      ich hab mir noch beim schreiben gedacht, dass ich ja weiß, dass viele eltern diesen weg gehen MÜSSEN, selbst wenn sie es nicht wollen. mir ist das durchaus bewusst, meine Liebe und ich will auch niemandem ein schlechtes Gewissen einreden oder jemandem seinen Weg abschlagen oder sagen, dass es schlecht ist, wenn jemand sich anders entscheidet. Ich sehe nur so viele Mütter, die absolut nicht arbeiten gehen "müssten", die es aber auch nicht tun, um sich selbst etwas Gutes zu tun sondern aus dem "das gehört sich heute einfach so" heraus. Es ist ein schwieriges Thema.... ich weiß.

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    2. Das war nicht kritisch gemeint nicht das wir uns falsch verstehen. Ich fand es gegenteilig sogar schön das es mal jemand anspricht, jetzt müsste nur noch die Politik mitspielen und einem das ermöglichen. Ich empfinde es nämlich auch gänzlich falsch sein Kind so zeitig abzugeben, aber leider gehöre ich auch zu denen die müssen und es zerreißt einem das Herz. Ich werde auch verkürzt gehen, da ich auch der Ansicht bin das das Geld die Zeit mit meinem Kind definitiv nicht aufwiegt. Sei lieb gegrüßt und lass dir mal von einer 30-jährigen sagen das man seine Mama immer braucht. Wir sind auch 5 erwachsene Kinder und gehen alle häufig zu meinen Eltern die sich heute genauso freuen wie früher als wir Kinder waren. Es ist nur anders schön als mit kleinen Kindern. Und irgendwann kommen dann die Enkelchen ;)

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  4. Ich selbst habe noch keine Kinder,
    aber ich sehe das ganz genau wie du. Ich arbeite in einer Kindertagesstätte unsere Kleinen sind im Alter von 1-3 Jahren und manche von ihnen sind von Morgens 7 bis 17 Uhr in unserer Einrichtung, länger als eine Schicht von uns. Eindeutig viel zu lang. Ich kann das schlichtweg einfach nicht verstehen. Warum setzt man dann Kinder in die Welt, wenn man letztendlich doch keine Zeit für Sie hat, eben gerade in diesem Alter ist die Bindung zu den Eltern schrecklich wichtig...manchmal habe ich das Gefühl, dass manche Eltern sich ein Kind lediglich als ein Statussymbol "halten" aber die Arbeit wird immer an erster Stelle stehen, zumindest schaut es nach Außen hin leider danach aus. Liebe Grüße dein Goldfischlie

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    1. genau DAS habe ich auch angesprochen. ich kann es auch bei diesen gründen nicht nachvollziehen, aber ich möchte auch nicht über andere richten. mir tut`s nur im herzen weh, v.a. denk ich manchmal, dass die eltern gar nicht wissen, was sie da "hergeben". was nie wieder erlebbar sein wird...

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  5. Liebe Nora,hab grad den Kommentar von NeeBine gelesen. Und da ich seit ein paar Monaten in einer Kita für die kleinen Knirpse koche bekomm ich da viel mit. Es stimmt , viele müssen ihre Babys abgeben weil das Geld vorne und hinten nicht reicht. Oder wenn jemand allein erziehbar ist und arbeiten muss. Aber ich sehe leider auch das viele einfach Ihren höheren Lebenswandel unbedingt beibehalten wollen und dann wird so ein Kind einfach mal abgeschoben. :(:(:(
    Mir bricht es das Herz wenn die kleinen morgens da stehen mit ihrem Schnuller und Schmusetuch und schreiend der Mama hinterweinen, die dann ohne ihr Kind in die nächste Stadt fährt und sich mit ihrer Freundin einen Stadtbummel gönnt. Oder die Mutter die in Ruhe wieder Nach Hause geht sich um nix kümmert und froh ist das kleine für etliche Stunden nicht bei sich zu haben.
    Ich bekomm es hier hautnah mit und mir fehlen die Worte. Nie hätt ich sowas über mein Herz gebracht.
    Ich bin froh und stolz das ich immer für meine Kinder da war und auch heute noch bin. Ich denke nicht umsonst haben wir ein so gutes,herzliches Verhältnis miteinander. Und auch meine beiden Söhne sind ein Herz und eine Seele. Da ist einer für den anderen da.
    GLG von Christine und einen schönen 2. Advent

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    1. oh.... das tut mir auch so leid, wenn ich so etwas sehe. das kann man dann schwer nachvollziehen, gel?!
      ich hoffe, dass meine buben auch mal füreinander da sein werden - noch streiten sie vieeeeel - sie sind aber auch grad im heranwachsen, das ist allgemein schwierig mit 12, 13, 14.... (ODER ?!?!!! ;) )

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  6. Liebe Nora
    Es ging mir genauso wie du es hier beschrieben hast...und als mein älterer Sohn damals seine erste richtige Freundin mit nach Hause brachte brach für mich echt eine Welt zusammen! Ich musste nochmals lernen "los zu lassen"!
    Heute verstehe ich meine eigene Mama umso mehr...
    Schöne Adventszeit
    Ramona

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    1. oh.... das kann ich mir noch gar nicht vorstellen ;) . wie DAS dann wird....

      glg

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  7. Das hast Du sehr schön geschrieben liebe Nora! Ich bin auch ein Mensch, der sehr schnell Tränen in den Augen hat, auch aus Freude oder Stolz! Ich bin als Mutter von 4 Töchtern viele Jahre zuhause geblieben un d ich habe es genossen, oft war es sehr stressig! Heute sind meine Kinder erwachsen und ich frage mich oft, wo ist die Zeit geblieben! Ich bin schon seit vielen Jahren wieder berufstätig, ich habe nichts verpasst! Ich finde es schön und ich bin stolz, wie sich meine Kinder entwickelt haben! Wir haben viele Höhen und Tiefen erlebt, die gehören dazu! Ich grüße Dich ganz herzlich Gabriele bei Instagram nott.home
    D

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  8. Herrliche Adventbilder!!
    Muss allerdings sagen, dass bei den meisten, die ich kenne, es schon die finanziellen Gründe sind bald wieder arbeiten zu gehen, kombiniert mit der Angst den Arbeitsplatz zu verlieren.

    LG kathrin

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  9. Liebe Nora... Du sprichst mir aus dem Herzen!!!! Meine Tochter ist jetzt schon 14 .. zum Glück hab ich noch einen 5jährigen Sohn :-) ... die Zeit mit Kids vergeht wie im Fluge und ich versuche ... es in vollen Zügen zu genießen .... grade die Adventszeit **** ... Es ist halt sehr schade, daß uns das Daheim bleiben in den ersten drei Jahren so schwer gemacht wird... als Frau sollst du halt viele Kinder bekommen, viel arbeiten und nach Möglichkeit noch entspannt sein und toll aussehen ... dabei hetzt man oft durch ... leider!!! Danke für deinen Blog!!!! Diese kurzen Pausen mit deinen tollen Bildern und ehrlichen Worten sind nicht mehr wegzudenken :-) aus dem teils sehr stressigen Alltag ....

    Liebe Grüße aus der fränkischen Schweiz
    Steffi

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  10. War das nun mein Text? Nein, nein, aber könnte gut von mir sein. Ich war kanppe 18 Jahre daheim, d.h. habe bei meinem Vater mal so 2 Std. die Woche gearbeitet, aber als Kinder Kinder heim kamen, war ich für Sie wieder da. Einerseits bin ich der Meinung, das Kinder erziehen Knochenarbeit ist, Frau redet und redet und redet, wird aber später zu 100 % entschädigt. Wir mussten mit nur 1 Einkommen auf Vieles verzichten und haben dadurch alles überflüssige zu schätzen gelernt und viele Familienspiele etc. zusammen unternommen. Heute sind sie 21 und 19 1/2 undTstehen mit beiden Beinen im Leben. Tochter 21, ist nun wegen ihrem Studium ausser Haus und kommt so alle 2-3 Wochen übers Wochenende. Letzte Woche unternahmen wir am Samstag einen Ausflug und haben das sehr genossen. Sie bedankten sich für den schönen Ausflug. Sohn 19 1/2 hat uns mit seinem Handyfoto eine Karte zukommen lassen (wohnt ja noch hier) und sich auch nochmals bedankt. Tönt irgendwie alles etwas kitschig, ist aber so. Vor so 2 Jahren hatte ich auch noch Mühe und Wehmut und heute seh ich das mit grosser Dankbarkeit. Es kommt wie es muss, einfach nicht stressen lassen. Gefühle, Emotionen etc. dürfen ja sein, ist doch schön, spüren wir diese! Griessli aus der Schweiz Cornelia

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  11. Ein wirklich wundervoller Post, liebe Nora.
    Und in dem Punkt, so lange wie möglich bei den Kindern bleiben, unterstütze ich dich zu 100%. Denn es ist so unlgaublich wichtig. Ich habe zwar keine Kinder, habe es aber andersherum erlebt. Und ich war immer so neidisch auf all meine Freundinnen, die den ganzen Tag eine Mutter zuhause hatten.

    Greetings & Love & a wonderful sunday
    Ines

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  12. Liebste Nora,

    das ist ein wirklich schöner Gedankengang, den du da gezaubert hast. Und ich glaube nicht, dass das unbedingt an deiner Situation oder deinem Alter liegt. Ich bin relativ jung mit meinen 23 Jahren und bin trotzdem sehr häufig in Momenten gefangen, die mich festhalten und nachdenklich stimmen: Genau zu diesem Thema. Das Thema Zeit, Familie, was bleibt und was geht, das sind Dinge, mit denen ich mich stundenlang beschäfitgen könnte.
    Deine Einstellung finde ich absolut nicht altmodisch. Wenn ich einmal Kinder habe, dann will ich auch so lange es uns möglich ist, bei diesen sein. Arbeiten, Karriere, Selbstverwirklichung ist wichtig, aber mindestens genauso wichtig ist die Zeit mit den Menschen, die einem so nah und wichtig sind!

    Deine Mona von
    Fleur & Fatale

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  13. Liebe Nora,
    wie recht du hast - und wie schön du diese Emotionen beschrieben hast! Vor allem bei Magdalena muss ich oft an das Lied "durch meine Finger rinnt die Zeit" aus Mamma Mia denken - und unser Paul muss im Leistungssport schon sooo oft soooo groß sein und so vieles tragen, was wir in seinem Alter noch nicht einmal erahnen konnten - da ist ein schönes familiäres Umfeld unglaublich wichtig! Man sollte wirklich jede Phase mit den Kindern intensiv erleben, denn alles hat seine Zeit und dann wird uns auch das "loslassen" hoffentlich nicht so schwer fallen.

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  14. Ich kann dich gut verstehen, unsere beiden Mädels haben diese Jahr geheiratet. Wie sind junge Eltern und jetzt auch Großeltern...
    Wo ist nur die Zeit geblieben??
    Ich bin zur Zeit auch sehr sentimental.
    Als wir im letzten Jahr dann auch noch unsere Hund Paul verabschieden mussten, war das auch nochmals so ein Abschnitt. Er begleitete uns ein Stück unseres Lebens.
    Ach manchmal gar nicht so einfach.
    Aber genieße auch die Zeit, in der sich deine Kinder weiterentwickeln, ihre eigenen Wege gehen.
    Eine wunderschöne Adventszeit und einen schönen Abend
    Liebe Grüße Michaela

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  15. Hallo Du Liebe
    Du hast ja so recht und sprichst mir aus dem Herzen. Ich dachte schon , dass es mir alleine so geht. Natürlich ist es so , das jede Zeit etwas besonderes ist. Doch dieses Jahr fällt es mir es recht schwer, da sich die familiäre Situation bei uns verändert hat. Gerade sind wir von der Weihnachtsfeier des Musikvereins zurückgekommen und als die Kleinen ihr estes Stück auf der Blockflöte spielten, da wurde es mir ganz wehmütig um mein Herz. Meine Söhne haben dort vor einigen Jahren auch mal gestanden . Was war ich als Mama aufgeregt und stolz. Und nun sind sie schon 12 und 15 Jahre und sie werden immer selbstständiger. Einerseits ist es o.k so und andererseits ein wenig traurig, das diese Zeit mit dem gewissen Zauber nicht mehr stattfinden wird.
    Auch ich war immer arbeiten, da mein Mann arbeitslos war, doch es die Zeit mit den Kindern habe ich dann genossen, egal wie es daheim aussah oder wie genervt ich war.
    In diesem Sinne vielen Dank für deinen tollen Post.
    Euch noch einen schönen Nikolaustag
    Anja

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  16. So schön eure ganzen Kommentare!! Danke für eure geDankeN :)

    Nora

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  17. Liebe Nora!
    Ich stimme dir voll und ganz zu. Meine Jungs sind 11 und fast 15.ich frage mich auch immer, wo doch nur die Zeit geblieben ist und mache mir die gleichen Gedanken wie du.
    Nun ist es so,dass ich in einem Kinderheim arbeite.in einem Heim,in dem Kinder im Alter von 7-15 (so ist es aktuell) leben, die aus verschiedensten Gründen nicht bei ihren Eltern sein können. Da ist von Missbrauch bis hin zur Drogensucht alles dabei.Manche können ihre Eltern hin und wieder besuchen, andere haben gar keinen Kontakt mehr.
    Kürzlich hatte eines der Kinder Geburtstag und sich wochenlang darauf gefreut, diesen mit der Familie feiern zu dürfen.Er wurde 11.Sonntags abends kehrte er ins Heim zurück und was war?Seine Eltern hatten mit ihm NICHT gefeiert.Kein Geschenk, nichtmal ein Kuchen. Ist das nicht unendlich traurig? Angeblich war kein Geld dafür da.Nichtmal für einen Kuchen???Sowas macht mich unendlich traurig und wütend.Was in einem Kind vorgeht,wenn es das erleben muss....Das können wir uns nicht annähernd vorstellen, glaube ich. Was dann in einem Kind unwiderruflich "zerbricht"...
    Ich finde auch,dass jede Mutter - wenn sie kann- soviel Zeit wie irgend möglich mit seinen Kindern verbringen sollte.Die Väter natürlich auch. Natürlich müssen wir arbeiten. Ich arbeite nur Vormittags. Damit ich Zuhause bin, wenn die Jungs heim kommen. Das Geld ist trotzdem knapp.Aber dann knapse ich eben etwas und dann passt das irgendwie. Wir sind wichtig für unsere Kinder. Das wird mir in meinem Job täglich bewusst.
    Ich wünsche dir und deiner Familie noch einen schönen Abend liebe Nora
    Es grüßt Dich herzlich Petra (Sternchen77)

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  18. Liebe Nora, wie wahr wie wahr... Ich denke fast jede Mutter mit heranwachsenden Kindern kann Deine Gedanken verstehen. Der Zauber von kleinen Kindern, ihre Art sich zu begeistern... es wird mit zunehmendem Alter weniger... mich lässt es in Erinnerungen schwelgen und trotzdem genieße ich diese neue Zeit und diese neue "Qualität" des Zusammenseins. Dir und Deiner Familie wünsche ich noch eine wunderschöne Vorweihnachtszet & sei lieb gegrüßt, Ina

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  19. Liebe Nora
    Ich finde deine wahren und ehrlichen Worte ganz toll. Meine Kinder sind zwar erst 5 und 3. Und doch merke ich, wie die Zeit vergeht und sie sich ändert. Auch wenn es oft sehr anstrengend ist, geniesse ich die Zeit mit ihnen in vollen Zügen.
    Auch ich bin momentan nachdenklich. Nachdenklich bezüglich Freundschaften. Ob es wohl an der heiligen Zeit liegt?
    Ich wünsche dir trotzdem eine schöne Adventszeit. Deine Bilder sind einmal mehr wunderschön.
    Herzlichst
    Gabriela

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  20. Liebe Nora, danke für diesen Post. Ich bin Oma von sechs Enkeln, (zwischen 13 und eieinhalb Jahren. Die jüngsten beiden wohnen mit ihren Eltern bei uns im Ort und die Mama verzichtet auf vieles, umbei ihren Kindern sein zu können. Jeztz geht sie zweihalbe Tage die Woche arbeiten, da nehme ich mir frei und die Kinder sind bei uns. Große, große Freude. Man kann auch die Kinder als Großeltern noch mehr genießen, finde ich, denn die große Verantwortung hat man ja nicht mehr. Man darf sie lieben, etwas verwöhne, bei größeren Entscheidungen mal versuchen seine Erfahrungen in die Wagschale zu werfen, aber die Verantwortung liegt letztendlich bei den Eltern. Und da haben alle meine Enkel großes Glück. Liebe Grüß von einer sehr dankbaren Oma. (Übrigens -ich LIEBE deinen Blog!

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  21. Ja, wenn die Kinder groß werden wird es anders... aber auch das genieße ich sehr, denn die Qualität verändert sich nocheinmal und es ist wunderbar mitanzusehen, was aus ihnen wird! Mein Großer ist mit 16 ein Jahr im Ausland gewesen, ein für mich sehr schwieriges Jahr, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es belohnt wird die Kinder ziehen zu lassen, umso lieber kommen sie zurück. Heute lebt er mit 23 600km von mir entfernt und wir sehen uns nur alle paar Wochen, aber dafür umso intensiver! Und vielleicht...ganz vielleicht bist du froh, wenn die Pubertät überstanden ist ;)) ... nur kuscheln mag niemand mehr mit mir, dass vermisse ich.
    LG, Lilli

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  22. Du hast so recht mit vielen DIngen, die Du schreibst und ich habe mich in vielem wiedergefunden...diese Wehmut, das Nachdenkliche....das enn ich nur zu gut und meine Kleine ist erst 3! Ich arbeite seit 1 Jahr wieder in Teilzeit und Baby-Nr.2 ist unterwegs und es kommen immer wieder Momente, in denen alles zu schnell geht, in denen ich zu genervt bin und zu wenig genieße - und ich kann nicht alles auf die Schwangerschaftshormone schieben ;). Danke fürs dran erinnern!
    Auch ich bin hin und hergerissen zwischen "ich will bei meinem Kind sein" und gleichzeitig dem Gedanken an "was ist in x Jahren, wenn ich jetzt nicht wieder in den Job zurückkehre? Finde ich einen neuen Job? Den alten will ich eigentlich seit Jahren nicht mehr. Bin ich dann im Alter ein Fall von Altersarmut? Was ist, wenn meinem Partner etwas passiert, ich muss doch für mich alleine sorgen können usw."....
    Ich wünsche allen noch eine schöne Weihnachtszeit!

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  23. Liebe Nora,
    so schön hast du das geschrieben.Ich stimme dir in allem zu. Mein Sohn ist letzten Monat 23 Jahre alt geworden und ich war auch zuhause. Damals war das alles noch selbstverständlicher.Ich habe es nie bereut!!!!! Man bekommt unendlich viel zurück.... an Liebe, die bleibt.... für immer...!!! Und diese Liebe wird er mal weiter geben, vielleicht an seine eigenen Kinder, auf jeden Fall an die Kinder mit Handicap, denn bald in ein bis zwei Jahren ist er fertig mit seinem Studium und darf dann in seinen Wunschberuf gehen....
    Liebe Nora, die Liebe deiner Kinder zu dir wird auch immer bleiben!!!Ich kann dich so gut verstehen, diese neuen Lebensabschnitte sind nicht leicht...
    Danke dir dafür, dass du den Mut hattest, es anzusprechen!!!!
    LG
    Heike

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Schön, dass du da bist!

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