Samstag, 11. Januar 2014

Gedankengut



Ich frag mich grad: wenn es GedankenGUT gibt, gibt`s dann eigentlich auch "GedankenSCHLECHT"?


Ich muss momentan sehr darum "kämpfen", gute Gedanken zuzulassen. Irgendwie ist`s eine sehr schwierige Zeit. Zur Zeit.
Eigentlich hat`s schon vor Weihnachten damit begonnen. Die Urgroßmutter meiner Jungs, die Oma meines Exmannes, mit der wir in einem Haus leben, musste mit einer schlimmen Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht werden. Wir haben alle um sie gebangt, die Ärzte haben uns keinerlei Hoffnung gemacht. Weihnachten, Silvester, all das zu "feiern", für und mit Kindern, mit der Sorge um einen lieben Menschen, der um sein Leben ringt, ich brauch euch nicht zu sagen, wie das ist. Dann doch wieder ein Lichtblick nach dem anderen, letzten Freitag kam sie dann mit besseren Nierenwerten und einer gesundeten Lunge wieder nach Hause. Allerdings ist alles anders, als zuvor. Eine Pflegekraft wurde eingestellt, die sich 24 Stunden um sie und den Großvater kümmern sollte. Und jetzt ist da so viel Verwirrtheit plötzlich da und so viel Unklarheit. So viel (be)fremde(nde)s und so viele innere Dämonen und ich frag mich, wie es ist, wenn es mal soweit ist. So viel Angst ist zu spüren, so viel Verzweiflung. Erinnerungen kommen hoch und jeder Atemzug fällt schwer. Und so viel Angst. Ich weiß nicht, ob es mehr vorm Leben ist, oder vorm Sterben. 

Und dann verschwimmt so viel. Ich schreibe hier von IHRER Angst, doch ist es eigentlich auch meine. Ich hab in den letzten Jahren so viel Angst vorm Sterben entwickelt. Und ich frag mich, wann das begonnen hat. Ich glaub, es war, als meien Ehe in die Brüche gegangen ist. Ich war damals allein mit meinen beiden größeren Jungs, noch sehr frisch schwanger mit meinem jüngsten Sohn. Von einem Tag auf den anderen war ich alleine mit ihnen und es war so ziemlich die einzige Zeit in meinem Leben, in der ich phasenweise selber sterben wollte, so groß war der Verlust, so unendlich der Schmerz. Ich hatte das Glück, dass mein Kleinster in meinem Bauch wuchs zu dieser Zeit, ein wahrliches "Geschenk" in mir, denn ich wusste, ich musste leben, für ihn, für seine Brüder. Und ich wusste, ich würde da durchgehen, durch all die Traurigkeit und es für meine Kinder "wieder gut" machen (müssen). Trotzdem war da zum ersten Mal dieses "Was, passiert mit meinen Kindern, wenn ich irgendwann einmal sterbe?" Es ist ja egal, wann man stirbt, wie alt man ist, ich seh das ja jetzt bei meiner Schwiegermutter - im Inneren bleibt man ja immer "das Kind" (dieser Eltern). 
Ich glaub, damals hat diese Angst begonnen. Dabei hat sich bei mir nie die Frage nach dem "Was ist danach? Wie ist es, wenn man gestorben ist? Was passiert da mit einem eigentlich?" gestellt. Ich glaub, ich bin ein Mensch, der einfach nix verpassen möchte. Und jetzt könnt ihr ruhig ein bissl über mich schmunzeln. Meine ganzen Gedanken ums Sterben sind bei denen, die zurück bleiben. Hat man ihnen alles vermittelt und mitgegeben, das man ihnen vermitteln/mitgeben wollte? Hat man alles getan, was gut für sie war? Behalten sie einem in einer guten Erinnerung oder wie viel Dunkles bleibt zurück? Wenn ich das schreibe, steigen wieder Tränen in mir auf. Diese Woche jährt sich der viel zu frühe Tod einer guten Bekannten und Klientin von mir zum ersten Mal. Sie war 43, als sie starb. VIEL ZU FRÜH ist sie gegangen und mein ganzes (Welt)Bild ist damals wieder einmal zusammen gebrochen.
Ich dachte immer, jeder Mensch hätte eine gewisse und vorbestimmte Zeit auf Erden. Bei dem einen sind es 91 und mehr Jahre. Ein gelebtes und geliebtes Leben. Bei anderen werden`s nur 50 oder 60 Jahre werden, bei vielen werden`s nicht einmal 10 Jahre LEBENS-Zeit sein - egal wer, egal wann - ist es nicht immer "zu früh"? ....

Ja, wenn ein Mensch (s)ein Leben voll gelebt hat, dann ist es leichter nachzuvollziehen. Zu verstehen, besser: man kann`s hinnehmen, akzeptieren. Irgendwann ist es für alle soweit. Wir sind alle sterblich.
Aber wenn eine so junge Mutter geht, oder ein Familienvater, wie der einer anderen guten Bekannten vor auch ziemlich genau 4 Jahren - wie kann man das als Hinterbliebener gut durchstehen?? ...

Und dann sind wir wieder beim Thema "Loslassen". Und in dem Fall, bei unserer Urli-Oma (die nie nie nie so genannt werden wollte, darum nennen wir sie alle "Großmutter" ... :-) ).

Wie kann man (be)gleiten? Gut. Und zwar richtig. Wie sagt man einem Menschen, dass er gehen darf, wenn er nicht mehr will. NICHT MEHR KANN ? 
Und wie agiert man, wenn er im nächsten Moment einen harten Kampf lebt und mit letzter Kraft ein "Ich will noch nicht sterben" herauskrächzt.

Am Montag ist sie 91 Jahre alt geworden und wir haben uns zuvor gefreut, dass wir den Geburtstag daheim mit ihr feiern können. War doch genau das immer ihr Wunsch: Zu HAUSE zu sein, wenn`s mal so weit ist. Doch am Sonntag, schon zwei Tage nach ihrer Ankunft daheim, mussten wir wieder die Rettung rufen. Das atmen fiel zu schwer. Nach einer durchwachten und durchfürchteten Nacht, von Panik und Bange begleitet, musste sie wieder ins gehasste Krankenhaus. Diagnose: wieder eine Lungenentzündung. Nochmals gekommen. Wieder auf der selben Seite. Wieder alles von vorne.
Und es ist so traurig für mich, die vielen Menschen rundherum zu sehen, den Großvater, der genau weiß, wie ernst die Lage ist und die Tochter (meine Schwiegermutter), die ihr möglichstes tut um DA ZU SEIN. Was anderes könnte man noch tun, als DA ZU SEIN ? Für die Oma, für den Opa, für alle Nahestenden. Für sich selbst. Man muss sich und die anderen immer genau an letzteres erinnern.


Und ich trau euch SeelenSachen Lesern jetzt all das zu. Schmeiß es euch hin und hoffe, dass es nur die lesen, die jetzt auch wirklich GELESEN haben. Zeile für Zeile. Ich denke, es begnet einem im Leben immer nur das, wofür wir auch bereit sind. Ich weiß das. Alle anderen haben hoffentlich schon bei der ersten Zeilen den Blog geschlossen. 
Das Thema Sterben ist für mich ein so angstbehaftetes. Ich finde einfach keinen guten Zugang dazu. Ich bin ein Mensch, ich denk, alles hat seinen tiefen Sinn. Wenn jemand stirbt, dann ist seine Zeit vorbei. Wie in einer Sanduhr läuft Körnchen für Körnchen der Lebenssand durch ein schmales Rohr, bis er aufgebraucht ist. Manche Sanduhr hat nur wenig Sand und somit wenig Zeit zur Verfügung. Manch andere hat viele viele Millionen Körnchen, die es fließen oder rinnen lassen kann. In einem hohen Alter zu sterben ist für mich ein natürlicher Prozess. Leben, das gelebt wurde, Tage, die verbracht und hoffentlich genutzt wurden. Stunden, die hoffentlich genossen wurden. Bei einem jungen Menschen stoße ich an meine Grenzen. Das WARUM ist hier ein ganz anderes.

Und jetzt wisst ihr, was mich quält. Nicht nur die Tatsache, dass jemand in meinem engen Familienkreis bald gehen könnte, mit dem Tode ringt und dagegen ankämpft, auch die Tatsache, dass ich so schlecht damit umgehen kann. Selber. Und die viele Angst, die vorm eigenen Sterben oder dem mir ganz nahe stehender Personen immer da ist. Weil ich eine Vieldenkerin und Zerdenkerin bin. Was mir gar nicht gut tut. Ich glaub, ich muss mir da irgendwie raushelfen (lassen), denn diese Gedanken zu haben bedeuten, viel Lebensqualität einzubüßen. Viel von sich herzugeben. Sich hinunterziehen zu lassen. Sich viel selbst zu quälen und seinen Lieben rundherum damit sehr weh zu tun. Nicht gut für sich da zu sein und seinen Kindern, die diese Angst, wenn auch unausgesprochen, sicher auch irgendwie spüren und mitbekommen.


Wie viel Schreckliches hält SeelenSachen aus? Wie viel darf ich euch zumuten? Ich trau es euch zu. Ich verberge vor Niemandem, wie "normal" und wie menschlich ich bin. Es ist nämlich genau so. Viel Chaos auch in meinem Leben. Viele Sorgen, Ängste. Neben all dem Schönen. Natürlich hat alles in unserem Leben Platz. Man muss nur darauf schauen, dass das POSITIVE immer überwiegt und man sich in schlimmen Zeiten nicht ganz (unter den Tisch) runterziehen lässt.

Ich vertraue drauf, dass ihr jetzt wisst, dass ihr nichts dazu sagen müsst. Ihr dürft auch einfach wegklicken. Schlucken. Verlegen drein schauen. Weinen. Schreien. Wer möchte, darf auch über mich lachen, den Kopf schütteln. Nie mehr wieder kommen. Nachdenken oder aber, verwerfen. Verdrängen ist nie gut, aber manchmal ist es (lebens)notwendig. 

Ich weiß nur eines: wenn man zu viele Gedanken mit dem Tod verbringt, dann LEBT man nicht richtig. Also halten wir uns täglich vor Augen:

WIR SIND AM LEBEN. Und JEDER TAG ZÄHLT. 
Und jede Minute, die wir in Angst verbracht haben, hat uns eine Minute kostbarer Zeit geraubt. Darum sollten Menschen, die dazu neigen, zu viele schwarze Gedanken zu haben, lernen, sich da herauszuholen. Sagt STOP !! Und wendet euch sofort dem schönen zu. Dinge zu verKRAFTen heißt, in seine eigene KRAFT zurückzukommen. Wieder zu kräften kommen.

Habt ein LIEBEVOLLES Wochenende!!


Nora

Kommentare:

  1. Liebe Nora,

    Deine Worte haben mich tief berührt. Mir geht es mit den Gedanken und Leben, Sterben und Tod oftmals sehr ähnlich.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für alles, was das LEBEN an Herausforderungen parat hält und auch in schweren Stunden vielleich den ein oder anderen unbeschwertne Moment!

    Liebe Grüße,
    Renaade

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  2. Liebe Nora,
    Vielen Dank für deine Offenheit. Ich wünsche euch eine Zeit, die erträglich ist!
    Wie du schreibst, versuche ich mich auch oft zu sehen, was so alte und weise Menschen alles erleben dürften. Und auch diese Menschen mussten eimal ganz liebe Menschen gehen lassen. Bis jetzt war ich zum guten Glück noch nie in so einer Situation. Und ich hoffe auch es bleibt noch lange so. Ich hab auch Angst vor dem! Und wie! Angst ist so ein gemeiner Begleiter. Er blockiert!
    Es ist ein ewiger Kreislauf.
    Von Herzen alles Gute!
    Kuhmagda

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  3. Liebe Nora,
    Ich habe Deinen post ganz langsam und aufmerksam gelesen. Wieviel Mut du hast, erst mal all' diese Zeilen zu schreiben und zum zweiten, ihn zu veröffentlichen! Mut und Kraft!
    Zweifle nicht so sehr über Dich und Deine Ängste. Angst ist in meinen Augen an sich ist immer ein wichtiges Gefühl, um eine Veränderung (für sich selbst) herbei zu führen. Diese Angst ist ja schon ein Anzeichen, dass Dein Unterbewusstsein daran arbeitet. Wie diese Veränderung aussieht, kann niemand Dir sagen. Es ist bereits in Dir drin, vielleicht fehlt noch ein wenig der Moment, die Luft, die Aufmerksamkeit die ersten Anzeichen zur Veränderung zu erkennen. Lass' die Angst zu, hör' in dich hinein, sprich mit Dir selbst. - Ich tue das immer, wenn ich mit meinem Hund rausgehe (Du hast doch auch so einen kleinen Seelentröster, gell?), und ich hatte bisher auch schon ziemlich viel mit Ängsten zu tun und doch auch immer wieder für MICH gute Lösungen gefunden. Und die schwere Zeit Deiner Trennung von Deinem Ex-Mann hast Du ja auch geschafft. Und wer weiss, was sonst noch alles.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Energie für die nächste Zeit.
    Christl

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  4. Liebe Nora,

    ich kann momentan soooo gut nachvollziehen was in Dir vorgeht.
    Ich habe in meinem Post vom Silvestertag geschrieben das ich Angst vor Veränderungen habe in diesem Jahr und ich nicht weiß ob es meins wird !!

    Kann man schlechte Neuigkeiten beschreien ?? Hervordenken ?? Auslösen ??
    Eine Leserin ( Psychotherapeutin ) meinte ich soll nicht so negativ ins neue Jahr starten doch erstmal alles auf mich zu kommen lassen und nicht so schwarz malen.....aber was passierte ??

    Mein fast 14jähriger Hund ( mein ein und alles) erlitt einen Schlaganfall.....aber kämpft sich GOTT SEI DANK gerade ins Leben zurück.
    Dann klingelte heute morgen das Telefon. Meine Mutter war dran um mir mitzuteilen das sie meinen Vater gestern abend ins Krankenhaus gebracht haben.......eine urologische Sache.
    Mein Vater wird im Mai 85 Jahre alt. Vor der urologischen Sache ansich hab ich keine Angst aber vor seinen Narkosen, damit fand er sich schon 2x auf der Intensivstation wieder........

    Auch ich hab Angst vor dem Tod und bin nicht bereit nur einen von beiden gehen zu lassen. Aber ich denke meine liebe Nora das sind Gedanken die kann kein Mensch nachempfinden der nicht gerade ähnliches im Freundes oder Familienkreis miterlebt.

    Ein Angsthase war ich schon immer....... meine Patentante sagte vor Jahren schon immer " Du hörst sie schon kommen obwohl sie sich noch gar nicht aufgestellt haben !!"

    Es ist schwer gegen solche Gedanken anzukommen, ich verstehe dich da voll und ganz.

    Fühl dich mal ganz dolle gedrückt.

    Ganz liebe Grüße

    Anja und Anhang ( die ansonsten meistens nur mitliest )

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  5. Liebe, liebe Nora!
    Was für ein Beitrag! Und völlig Recht hast du, auch solches hier zu schreiben - das Leben ist nunmal nicht nur hell und heiter, oft kommen auch Wolken herbei...so ist es nun einmal.
    Ich finde ganz bewegend und irgendwie wunderbar, wie du uns an dir und deinen Gedanken teilhaben lässt.
    Ich verstehe dich sehr gut...das Thema Sterben ist sicher am schwierigsten überhaupt für sehr viele Menschen.
    Meine Angst dreht sich meist weniger um mich...komisch, aber vor meinem Tod habe ich keine Angst. Aber Menschen zu verlieren, die mir wichtig sind, mein Kind, mein Mann, meine Eltern, etc....da geht es mir sehr ähnlich wie dir, ich kann mir zu sehr den Kopf darüber zerbrechen, viel zu viel drüber nachdenken, und oft einfach Angst haben, davor irgendwann Abschied nehmen zu müssen.
    Beruflich wurde ich so oft mit dem Tod konfrontiert, aber mir geht es schon auch so, dass der Tod (oder auch die schwere Erkrankung) eines jungen Menschen mir sehr oft mehr Mühe und Kummer macht, als ein älterer Mensch, der vielleicht auch schon abgeschlossen hat mit dem Leben....
    Ich wünsche dir und deiner Familie auf jeden Fall viel Kraft und ganz viel Stärke in der nächsten Zeit...Sonnenblicke und schöne Gedanken, Herzenswärme und viel Nähe untereinander.
    Ganz, ganz liebe Grüße
    Deine Bianka

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  6. Liebe Nora,
    Ich kann dich sehr gut verstehen, mein pa ist vor knapp einem Jahr mit 59 gestorben nach einem kurzen harten Kampf. Davor war ich einfach noch sein kleines Mädchen und dann musst ich auf einmal für ihn und meine ma da sein. Jetzt mach ich mir auch fast täglich Gedanken ums sterben. Ich Versuch es aber auch weg zuschieben und mir zu sage es kommt alles wie es soll, ob wir uns vorher Gedanken darüber machen oder nicht, also leb einfach. Manchmal klappt's manchmal nicht so gut. Ich wünsch euch und euerer Großmutter das allerbeste und die Kraft zu sehen wann man loslassen muss.
    Ggglg
    Sabine

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  7. Liebe Nora,
    puuhh...jetzt hab ich geschluckt und tief durchgeatmet.
    Du fragst, ob Du uns das zumuten kannst...ich kann nur für mich sprechen...ich lasse mir gern etwas zumuten, wenn es Dir danach vielleicht ein bissal leichter zu Mute ist.
    Ich denk an Dich und wünsch Dir und Deinen Lieben viel Kraft. Lass Dich mal drücken aus der Ferne.
    Alles Liebe für die Großmutter und für Euch,
    Barbara

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  8. Wow. Grade erst bin ich über deinen Blog gestolpert und dies hier ist der erste Beitrag, den ich lese. Und nein, ich möchte nicht wegklicken.
    Ich bin berührt, von deinem Mut und deiner Ehrlichkeit. Ich bin betroffen, weil du Gedanken äußerst, die mir manchmal selbst kommen. Und ich bin ganz bei dir, wenn du sagst, dass man sich den schönen Dingen zuwenden soll.
    Dir wünsche ich ein Wochenende, mit etwas weniger Sorgen und mehr schönen Dingen,
    Ellen

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  9. Liebe Nora,

    Es tut mir so leid für dich, dass du eine so schwere Zeit durchmachen musst, gerade um die Weihnachtszeit! Wir haben im Advent auch 3 Todestage ganz enger Familienmitglieder durchzustehen und Freunde von uns haben da ihre Tochter verloren. Ich kann also ein wenig nachfühlen,wie es euch jetzt gehen muß.

    Leider gehören solche Zeiten zum Leben, und irgendwie muss man es überstehen. Verdrängen ist sicher nicht der richtige Weg. Ich finde, man muß auch die Traurigkeit zulassen - nur so kann man drüber wegkommen und die Veränderung akzeptieren. Dafür wünsche ich dir ganz viel Kraft.

    Deine Offenheit finde ich ungewöhnlich und mutig. Ich wünsche dir, dass dir das hilft. Ich selbst habe in so einer Grenzsituation vor 2 1/2 Jahren (mein Mann hatte eine lebensgefährliche OP) den Anschluß ans Bloggen fast komplett verloren und auch bis heute nicht wiedergefunden. Vielleicht hast du den besseren Weg gewählt.

    Ich schicke euch viele liebe Gedanken.

    Angelika

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  10. Liebe Nora,
    ich verfolge schon ganz lange Deinen Blog, habe allerdings bis jetzt noch nie einen Kommentar hinterlassen.
    Nur bei diesem Thema sprichst Du mir wirklich aus der Seele.
    Ich gehe mittlerweile auch auf die vierzig zu, habe zwei noch relativ kleine Kinder und ein großes Problem mit dem Thema "Tod und Sterben", mit dem Tod im allgemeinen, aber auch ganz besonders mit dem Gedanken an meinen eigenen Tod. Und zwar geht es mir da genauso wie Dir, dass ich mich immer frage, was wird aus meinen Kindern, falls ich mal viel zu früh gehen muss. Ich stelle mir dann vor, wie unendlich traurig sie sein würden, wie sie mich, bei allem, was sie tun, vermissen würden, und dieser Gedanke ist sehr schlimm für mich. Natürlich hast Du recht, wenn Du schreibst, dass man sich mit derartigen Gedanken so viel Lebensqualität nimmt, aber man kann halt nicht aus seiner Haut heraus. Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass mein Mann seit langer Zeit krank ist und psychisch gar nicht in der Lage wäre, sich allein um die Kinder zu kümmern.
    Ich glaube, da hilft nur, jeden Tag, so gut wie möglich zu genießen, sowie eine gute Portion Gottvertrauen.
    Ich wünsche Dir viel Kraft, um diese schwere Zeit zu meistern. Pass gut auf Dich auf.
    Alles Liebe - Gabi.

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  11. Es gehört viel Mut und Kraft dazu, sich seinen Ängsten zu stellen bzw. sich deren bewußt zu sein. Ich hab mich in vielem wiederentdeckt und auch wie du, gibt mir einfach alls losschreiben Erleichterung. Man braucht sich für seine Gefühle und Ängste nicht zu schämen, sie machen uns doch erst menschlich oder?? Egal ob diese nun positiv oder auch manchmal negativ sind.
    Alles Liebe dir und deiner Familie, Rose

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  12. Liebe Nora,
    ein großartiger Post. Und nein, du mutest uns nicht zu viel zu, denn auch dafür sind wir da. Man kann nicht alles für sich behalten und es tut unheimlich gut, seine Sorgen mit jemandem zu teilen und es fällt vielleicht auch leichter, mit jemandem, der nicht im direkten Umfeld ist. Ich finde es sehr mutig, dass Du uns an Deinen Gedanken teilhaben lässt. Auch ich kenne dieses Gefühl und diese Gedanken. Auch ich frage mich oft, warum, was hat es für einen Sinn. Meine liebste Oma liegt im Pflegeheim. Seit nunmehr fast 3 Jahren liegt dort so ein Häufchen Mensch. Wird gefüttert, gewindelt. Manchmal, wenn ich Glück habe, ist sie wach. Ich bin mir sicher, auch wenn sie sich nicht mehr wirklich äußern kann, sie erkennt mich, wenn ich da bin (oder ist es ein Wunschtraum?). Man "gewöhnt" sich an den Zustand,ich weiß, wie sie aussieht,wenn ich ins Zimmer komme. Ja, es hört sich gemein an, aber so ist es (bei mir) inzwischen. Die erste Zeit war da sehr viel schwerer. Ich versuche ihr Kraft zu geben, wenn ich an ihrem Bett sitze, zum leben-zum sterben? Und es tut unendlich weh. Da frage ich mich, welchen Sinn hat es, sie da so liegen zu lassen. Ich frage mich will sie leben, will sie sterben? Wie lange geht es so weiter? Und wie ergeht es mir einmal....
    Liebe Nora, ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft in dieser Zeit, beim "da sein und Liebe geben" .
    Birthe

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  13. lliebe nora,ich wünsche dir ganz viel kraft diese zeit zu durchleben
    mascha kaleko hat deine gedanken in einem gedicht -memento-zum ausdruck gebracht
    deine gedanken, was wird mit denen die ich liebe,meinen kindern, durchlebt glaube ich jeder der sich verabschieden muss und jeder der gehen muss.
    wir alle können etwas hinterlassen, einmal die erinnerungen an uns, an unsere gemeinsame zeit
    und es gibt auch wunderbare erinnerungsbücher eines niederländers
    erzähl mal....mama,oma,papa ....ect
    die hab ich auch in meiner zeit als pflegekraft im hospiz schätzen gelernt
    und sie waren eine bereicherung .
    manchmal auch nur als denkanstoss was will ich noch klären ,wissen, teilen!
    und eins hab ich gelernt
    loslassen ist für mich ein falscher ansatz
    ich nehme den geliebten menschen in einer anderen stofflichkeit weiter mit in mein leben
    unser beziehung verändert sich
    aber ich muss ihn nicht loslassen mir aus dem herzen reißen
    er ist für mich in meiner liebe mit dem was mich mit ihm verbindetwas ich von ihm gernt ,anhaltung übernommen ,angenommen habe stets lebendig
    ohne in ständiger trauer zu leben
    als immerwährender schatz.....
    leg dir eine schatzkästchen für die uroma an!
    leb mit einem erinnerungsköfferchen an dich!
    das kann wahrhaftig eine kleine sammlung im karton sein oder eine kleine notizkladde sein
    und jede angst auch im gegenüber nicht nur im blog auch laut gesagt im familienkreis( auch mit kindern!) ,zu dem der gehen wird birgt die chance offen und ehrlich über unser ängste zu reden und uns auch gegenseitig trösten zu können.
    kraft die ich dir wünsche muss nicht immer stärke sein.
    es kann auch die schwäche sein, die ich laut äussern darf!
    sei behütet und gesegnet
    karola



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  14. Was soll ich sagen, du sprichst mir aus der Seele. Ich trage dieselbe angst täglich in mir und es schrenkt einen wirklich irgendwie ein zu leben und es ärgert mich, dass ich zu viel denke und nicht einfach loslassen kann wie andere. Eine Lösung habe ich allerdings auch nicht gefunden. Ganz liebe grüße natascha

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  15. Als ich neun wurde starb mein Vater danach wurden meine Großeltern zu meiner Familie und als ich vor 9 Jahren mit meinem jüngeren schwanger war ist mein Opa dann gestorben und das war gefühlt ein größerer Verlust als der davor denn je länger uns jemand begleitet desto näher ist er uns und je älter wir werden desto näher ist natürlich unser eigener Absched und bedrohlicher .Auch deshalb kann ich Dich gut verstehen doch man kann sich jeden Tag an Kleinigkeiten erfreuen und muss das auch sonst nimmt man vom Leben Abschied bevor es vorbei ist.
    Viel Kraft für die nächste Zeit und liebe Grüße
    Mirja

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  16. Hallo Nora. ich lese schon lange in deinem Blog mit. Dein Ausdruck "Zerdenkerin" trifft auch mich zu, aber es bringt nichts. Loslassen und trotzdem da zu sein, wenn einem der andere braucht. Habe einige Bücher von Dr.Elisabeth Kübler- Ross ( auch viele Ehrendoktortitel) schweizer Ärztin, die leider auch schon verstorben ist. Sie hat sich Zeit ihres Lebens mit dem Sterben beschäftigt. Ein Ausspruch von ihr :" Sterben ist nur ein Umziehen in ein schöneres Haus" und " der Tod ist ganz einfach das Heraustreten aus dem physischen Körper und zwar in gleicher Weise, wie ein Schmetterling aus seinem Kokon heraustritt" Mir haben diese liebevoll geschriebenen Bücher geholfen als mein Sohn plötzlich starb.
    Sei liebevoll umarmt
    Alles Liebe in der schweren Zeit
    Karin

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  17. Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
    jemanden gehen zu lassen,
    wissen, wann es Abschied nehmen heißt.
    Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
    was am Ende wahrscheinlich besser ist für die,
    die wir lieben.

    Liebe Nora!
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft und Zuvertrauen.

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  18. Liebe Nora, sehr bewegend dein Beitrag. Durch meinen gelernten Beruf habe ich auch schon viel Leid erleben müssen und habe aber lernen müssen nicht alles mit Heim zu nehmen, es nicht zu sehr an mich ran zu lassen. Manchmal sehr schwierig. Ich finde es mutig deine Gedanken und Gefühle hier vor all den Lesern zu zeigen und ich hoffe dass dir die tröstenden Worte ein bisschen gut tun und dir ein Frieden geben. Ich denke immer wieder über Tod und das Leben nach und habe auch sehr viel Angst vor der Zeit an denen geliebte Menschen von mir gehen werden, weil ich denke dass ich zu schwach dafür bin und es nicht "durchhalten" kann. Leider ist es nunmal so dass der Tod zum Leben gehört, am schlimmsten ist es immer für die Hinterbliebenen. Ich finde es schön dass du für deine Jungs stark warst und habe echten Respekt vor dir! Liebste Grüße Andy

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  19. Ich sag' nichts. Ist schon alles gesagt und alle Antworten hast Du in Dir.
    Will Dich nur drücken :-)

    Auch Dir ein mit Liebe gefülltes Wochenende
    Anett

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  20. Liebe Nora,
    vielen Dank für Deinen Mut und Deine offenen Worte. Warum meinst Du sollte man über Deinen Post lachen oder wegklicken? Ich glaube sehr viele Leserinnen werden diesen Post zu Ende lesen. Denn irgendwann muss sich jeder mit dem Thema "Tod" befassen müssen, wenn auch nicht gerne darüber gesprochen wird
    Ich verstehe Deine Ängste, mein Papa starb vor 2 Jahren in der Adventszeit. Und es war ein sehr trauriges Weihnachtsfest für uns alle und auch die kommende Zeit war sehr schwierig. Und wenn ich meine Mama besuchte, hatte ich ein Gefühl, das man garnicht beschreiben kann. Es ist nichts mehr , wie es war.
    Ich glaube, jemand der diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, kann sich nicht in die Person (Hinterbliebenen) hinein versetzten.
    Und irgendwann muss man sich auch wieder den schönen Dingen des Lebens zu wenden, ich hatte zwar anfangs immer ein schlechtes Gewissen, aber man muss das Leben leben, mit allem was dazu gehört.
    Liebe Nora, ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für die kommende Zeit und viele schöne Momente.
    Liebe Grüße Marina


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  21. Liebe Nora,

    mir fällt es schwer, jetzt die richtigen Worte zu finden, zu sehr treffen mich gerade deine Gedanken, haben sie mich doch als bisher stille Leserin deines Blogs überrascht. Aber es ist gut so, dass du sie uns "zumutest", auch wenn ich sie selber nicht als Zumutung empfinde. Sie gehören genauso zu dir wie deine wunderschönen Fotos, sie sind ein Teil von dir. Und wenn sie geschrieben werden müssen, du das Gefühl hast, sie rauslassen zu müssen, dann ist das richtig.

    Auch mein Blog ist in der letzten Zeit etwas emotionaler geworden ... Veränderungen in mir spiegeln sich zu einem gewissen Grad auch hier wieder. Ich blogge für mich und wer mir nicht mehr folgen kann oder möchte geht weiter, liest andere Blogs ...

    Als alleinerziehende Mutter ist dieses Thema für mich auch präsent. Meine größte Angst ist die, einmal gehen zu müssen, bevor meine Kinder fit genug sind, ohne mich in und durch die Welt gehen können. Ich weiß, dass ich den Zeitpunkt meines Gehens nur bedingt beeinflussen kann, aber bis dahin will ich ihnen so viel wie möglich geben. Es gab Zeiten, da fiel mir das auch schwerer als heute, jetzt sind diese Zeiten zum Glück nur noch auf Stunden begrenzt.

    Es ist schwer, hierzu den Mittelweg zu finden. Sich schnell wieder schönen Dingen zuzuwenden ist einer, aber wenn dadurch andere Gedanken nur verdrängt werden, ist es auch nicht gut. Auch Angst und Traurigkeit brauchen ihren Platz und ihre Zeit.

    Wer mich gut kennt, weiß, dass mein Blog nur einen Teil von mir zeigt. Gedanken, die im Blog so klar klingen, waren es oft bis zum Veröffentlichen gar nicht ... aber nicht, weil ich nur diese Seite von mir zeigen möchte, sondern weil das Schreiben bis zum Veröffentlichen ein Weg zum Sortieren für mich ist.

    Liebe Nora, dein Post zeigt nicht nur deine Ängste, deine Menschlichkeit, sondern auch, dass du auf dem richtigen Weg bist. Ich drück dich mal ganz fest und wünsch dir viel Kraft für dich und deine Familie für die nächste Zeit.

    Nen ganz lieben Gruß von Antje

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  22. Hallo Nora
    ich kann dir gut nachfühlen! Letzen Frühling ist meine liebe Mutter verstorben, viel zu jung (finde ich), sie wird nicht mal ihr Enkelkind kennenlernen dass diesen Frühling das Licht der Welt erblicken wird! Ich habe auch oft schwierige Momente im Leben, in denen ich hadere, grüble, nachdenke... und doch hat für mich alles einen höheren Sinn, wir sind auch nach dem Tod mit all unseren Lieben verbunden und das spüre ich auch immer wieder! Und noch was, weniger ist mehr, das wird mir je älter ich werde umso bewusster!
    Wie du siehst, sind wir alle Menschen mit vielen Gefühlen und kommen alle vom gleichen Ort, nur hat sich im Alltag halt auch viel Oberflächliches eingenistet! Ich finde es schön wie offen du hier schreibst und mir hat es gut getan deine Zeilen zu lesen, so fühle auch ich mich verstanden und sage dir danke!
    Ich wünsche euch alles Gute, Lichtblicke, Kraft, Moni

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  23. Liebe Nora,
    meist lese (und schaue) ich nur still hier mit. Heute möchte ich gerne schreiben. Es kostet ganz schön viel Mut (und Selbsterkenntnis) das alles aufzuschreiben.
    Wir haben 2012 unsere vier Monate alte Tochter verloren und auch ich habe meinen Lesern zugemutet darüber bei mir zu lesen. Aber wir haben ganz deutlich gespürt, dass ihr kurzes Leben und Sterben einen Sinn gemacht hat. Sie hat so viel hinterlassen und uns einen großen Teil unserer Angst vor dem Sterben genommen. Wir hätten sie gerne noch länger bei uns gehabt, aber ihr Leben war nur für diese vier Monate bestimmt. Und doch war es genauso wertvoll, wie die 90 Jahre eines anderen Menschen.
    Ich wünsche dir, dass du eure Großmutter begleiten kannst - und sie gehen lassen kannst, wenn es an der Zeit ist.
    Liebe Grüße, Sonja

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  24. Liebe Nora,
    Du schreibst mir aus der SEELE.Ich sitze hier und bin
    sprachlos, möchte Dir von Herzen Danke sagen für Deine
    Offenheit.Ich finde JEDER muss Offenheit aushalten können,
    traurige Dinge.Der Tod gehört zum Leben dazu, dessen sollte
    sich jeder bewusst sein.Ich bin mit knapp 18 Jahren zum ersten
    Mal mit dem Tod konfrontiert worden.Mein damals erst 50 Jahre
    alter Vater wurde schwer krank, Diagnose Darmkrebs.Er ging so spät
    zum Arzt, dass er bereits kurze Zeit später im Endstadium war.
    Es war ein für mich schlimmes elendiges dahinsiechen, mein
    geliebter Papa war nicht mehr er selbst, durch das Morphium
    veränderte er sich, schrie vor Schmerzen und ein paar Wochen
    später verstarb er, für uns Hinterbliebene einerseits eine Erlösung
    andererseits vermisse ich ihn heute noch so sehr, dass es weh tut.
    Vor 6 Jahren habe ich meine Mutter verloren, auch sie kämpfte um
    ihr Leben, auch sie hatte Darmkrebs, sie wollte nicht loslassen.Ich
    nahm sie in den Arm und sagte ihr, sie kann loslassen und in Ruhe
    gehen.Den nächsten Tag starb sie.Ich kann Dich also nur zu gut verstehen
    und finde es mutig und richtig über seine Gefühle zu schreiben.Was muss
    man für ein armer Mensch sein, wenn Deine Worte, Deine Gefühle, Deine
    Ängste einfach so an einem abprallen.Fühl Dich ganz fest von mir gedrückt.
    Liebe Grüße.Christina

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  25. liebe nora,
    du hast ein recht dazu, dir um das thema sterben gedanken zu machen und ich finde es schön, dass du quasi mit uns darüber redest. es ist sicherlich kein einfaches thema und der gedanke daran, eine geliebte person zu verlieren, kann uns völlig erstarren lassen. mein opi wird im januar auch 93 und auch wenn es ihm gut geht, wirklich gut, versuche ich mich selbst irgendwie darauf vorzubereiten, dass ich ihn eventuell nicht mehr lange bei mir habe. er vielleicht nicht mal auf meiner hochzeit mit dabei ist oder seine urgroßenkel sehen kann. da steigen mir auch jetzt wieder die tränen in den augen und ich bin mir auch nicht sicher, ob diese innere vorbereitung der richtige weg ist, aber ich denke einfach, dass wir alle aus dem bauch heraus entscheiden müssen, wie wir mit dem tod umgehen wollen und müssen. da gibt es kein richtig und kein falsch und ich finde, das hast du auch gut erkannt und für dich (und uns) zusammengefasst. mich hat diese innere vorbereitung daran erinnert, dass man das leben genießen muss und obwohl ich mir gelegentlich erlaube, an den tod zu denken und an alle, die man zurücklässt, ist es doch wichtiger, sich immer wieder an das leben zu erinnern. wir leben alle jetzt und wir müssen das ausnutzen, genießen, atmen, lachen, weinen, uns ärgern, schreien, schmunzeln..wir müssen uns alles erlauben und nicht vor angst starr das leben vorbeiziehen lassen. :-)
    ich weiß nicht, ob es dir hilft, wenn wir hier alle unseren senf zu dem thema dazugeben, aber ich hoffe einfach, dass es so ist und es dir ein bisschen kraft gibt.
    ich wünsche euch allen alles liebe! kathy

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  26. Liebe Nora,

    ich habe in meinem recht jungen Leben schon viele Schicksalsschläge verkraften müssen: Mein Onkel starb mit 51,meine Patentante starb mit 47 und dann kam der absolute Hammer. Innerhalb von eineinhalb Jahren starben mein Vater (59 Jahre) und mein Partner (27 Jahre alt). Zu schreiben, wie das alles war, geht gar nicht. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, dass das Fragen nach dem "Warum?" nichts bringt, sondern man sich eher die Frage stellen sollte "Wie weiter?". Das klingt natürlich leichter als es ist.
    Ich weiß nicht, ob du gläubig bist, aber mein Glaube hilft mir immer noch. Und zwar nicht im Sinne von "alles ist ja eh vorbestimmt", sondern ich habe in dem ganzen Furchtbaren, die Erfahrung gemacht, getragen, gehalten zu werden. Vom lieben Gott natürlich (mit dem ich auch durchaus hadere) und von lieben Menschen, die regelrecht ein Netz gebildet haben, in das ich mich fallen lassen konnte.
    Ich wünsche dir und deiner FAmilie auch ganz, ganz viel Halt und Kraft!
    Liebe Grüße, DAniela

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  27. Ich will dazu nicht viele Worte verlieren, aber der Text berührt einen. Danke!

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  28. Liebe Nora,
    ich habe dein Beitrag mit einem seltsamen Gefühl gelesen. Denn eigentlich mache ich mir nicht so oft Gedanken um den Tod und das Sterben und allem was dazu gehört. Da es in meinem Leben im Moment (zum Glück) kein Thema ist. Gerade diese Woche habe ich jedoch mit meiner Mutter ein Gespräch angefangen, wo es um das Sterben und das Loslassen ging. Und es schwirrt mir immer noch im Kopf herum.. Es ist kein einfaches Thema und trotzdem gehört es zum Leben dazu. Jeder muss auch alleine damit zu recht kommen, obwohl man Hilfe und Rückgrat von den Liebsten hat.
    Ich wünsche dir und deiner Familie auf jeden Fall viel Kraft und auch Zuversicht für diese schwere Zeit. Seit füreinander da, hört einander zu, tröstet einander!!
    Mit lieben Grüssen und einer festen Umarmung,Alizeti

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  29. Du weißt gar nicht, wie genau Du die momentane Situation in unserer Familie auf den Punkt bringst ... Ich weiß GENAU wie es Dir geht. Fühl Dich feste gedrückt und druck Dir den letzten Absatz von diesem Post aus und lies ihn immer wieder, so oft die negativen Gedanken kommen. Bei mir bewährt sich gerade, wenn ich jedes Mal STOPP denke/sage so oft sich negative Gedanken einschleichen wollen.

    Ganz viel Kraft wünsch ich Dir und schicke liebe Grüße
    Melanie

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  30. Liebe Nora,

    deine Zeilen finde ich sehr berührend. Welche sensible Mensch hätte sie nicht - diese Gefühle von Traurigkeit und Schwermut?! Ich möchte dir etwas notieren, was ich seinerzeit als sehr tröstlich empfunden habe: "Die Trauer ist wie eine streunende Katze, die einem plötzlich auf den Schoß springt. Man sollte sie streicheln, solange sie da ist, und
    dann wieder ruhig weghüpfen lassen."

    Liebe Grüße und tue Dir gut!

    Sabine
    t

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  31. Liebe Nora, es gehört viel mit dazu!,hier so etwas zu äußern und so viel von sich Preis zu geben.
    Ich bin zwar älter als du, aber ach mir geht es letzter Zeit ähnlich wie dir.
    Ich denke oft darüber nach, schiebe diesen Gedanken dann schnell wieder beiseite und behalte diese Gedanken stets für mich und äußere sie nicht einmal meinem Mann gegenüber.
    Ich lebe eigentlich immer nach dem Motto , welches mich schon so lange begleitet : jeder Tag bringt ein kleines bisschen Glück. Glück kann dir auf so vielfältige Art begegnen, manchmal mag es nur ein kleines Blümchen sein, das du siehst, manchmal auch eine tolle Begebenheit.
    Wenn ich so in meinen Gedanken dahinschweife, denke ich an die, denen es nicht so gut geht wie mir, an die Menschen, die leiden müssen und bestimmt wissen, dass das Ende für sie naht.
    Natürlich kommt für jeden irgendwann einmal der Tag, nur man möchte selber nicht daran denken und schiebt eigentlich alles immer ein wenig von sich weg, meistens gilt mein Gedanke meinen Kindern oder auch den Hinterbliebenen.
    Manchmal muss man sich einfach einmal jemandem mitteilen, um solche Gedanken loszuwerden oder eventuell jemanden zu finden, der ähnlich denkt.
    Ich wünsch dir für die kommende Zeit jemanden, der Dir immer zuhört und dir damit bestimmt hilft.
    Danke für deine Offenheit !
    Viele Grüsse von Birgit aus...

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  32. Oh Nora, Danke für deine Offenheit.
    Ich habe gerade Gänsehaut am ganzen Körper und mir stehen wieder einmal die Tränen
    in den Augen.
    Ich kann mit dem Thema Tod auch überhaupt nicht umgehen.
    Nicht das ich Angst habe was mit mir passiert (ok,wenn es mal soweit ist soll es schnell gehen,ich möchte weder
    an Maschinen angeschlosssen werden noch in einem Altersheim vor mich hinwegetieren)
    Nein ich habe Angst um die,die zurückbleiben, die,die mir alles bedeuten meine Kinder.
    Meine Mutter ist mit 57 Jahren gestorben, das ist jetzt 7 Jahre her.Ich war 37 und habe gedacht der Scmerz bringt
    mich um.Selbst das hier zu schreiben kostet mich überwindung.
    Mein Bruder hat damals unsere Mutter Tod in ihrer Küche gefunden.Tod durch Herzinfarkt.
    Sie lebte alleine,meine Eltern waren schon lange geschieden.
    Fünf Jahre zuvor ist mein Opa gestorben da brach zum ersten Mal die ganze Welt für mich zusammen.
    Letztes Jahr ist meine Oma gestorben auch da war ich sehr traurig aber ihren Tod habe ich akzepiert, sie war
    85, blind und taub und sie wollte nicht mehr leben.Für sie war es eine Erlösung. 3 Monate später kam mein
    Papa mit einer Lungenembolie ins Krankenhaus.Gott sei Dank ist nochmal alles gut gegangen.Ich weiß nicht
    ob oder wie ich das überstanden hätte.
    Oh je, ich wollte dir jetzt nicht soviel von meinem Kummer erzählen, ist einfach so aus mr rausgesprudelt....

    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und drücke dich ganz fest.
    Vielen Dank ,dass du dich uns anvertraut hast.
    Liebe Grüße,Andrea

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  33. Liebe Nora, eigentlich wollte ich "nur" kurz meine Runde drehen, kurz schauen und dann bin ich "hängen" geblieben bei Dir. Ich verstehe Dich solo gut. Auch mich beschäftigen ähnliche Gedanken wie Dich. Für mich ist auch die Vorstellung schlimm darüber nachzudenken, was aus meinen Lieben wird, wenn ich mal gehen muss. Weiß ich doch selbst aus meinem eigenen Leben wie schwer es ist, wenn man um einen geliebten Menschen trauert.

    Auch wir sind an den Weihnachtsfeiertag mit dem "gehen" konfrontiert worden. Die Tante meines Mannes ist am 2. Feiertag gegangen. Ja, wie soll man das verkraften, wie "einfach so" weiter machen? Ich kann das nicht, mich berührt das zu sehr und dann geht es mir wie Dir > auch ich bin ein Mensch der viel "zer-denkt".

    Wenn Du magst, kannst Du mir gerne eine Mail schicken. Ich wünsche Euch viel Kraft!

    Liebe Grüße
    Angelika

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  34. Liebe Nora, eigentlich wollte ich "nur" kurz meine Runde drehen, kurz schauen und dann bin ich "hängen" geblieben bei Dir. Ich verstehe Dich solo gut. Auch mich beschäftigen ähnliche Gedanken wie Dich. Für mich ist auch die Vorstellung schlimm darüber nachzudenken, was aus meinen Lieben wird, wenn ich mal gehen muss. Weiß ich doch selbst aus meinem eigenen Leben wie schwer es ist, wenn man um einen geliebten Menschen trauert.

    Auch wir sind an den Weihnachtsfeiertag mit dem "gehen" konfrontiert worden. Die Tante meines Mannes ist am 2. Feiertag gegangen. Ja, wie soll man das verkraften, wie "einfach so" weiter machen? Ich kann das nicht, mich berührt das zu sehr und dann geht es mir wie Dir > auch ich bin ein Mensch der viel "zer-denkt".

    Wenn Du magst, kannst Du mir gerne eine Mail schicken. Ich wünsche Euch viel Kraft!

    Liebe Grüße
    Angelika

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  35. Na endlich mal jemand, der seine Gedanken ungeschönt postet.
    Das Sterben gehört zum Leben wie die Geburt. Leider ist in unserer Gesellschaft der Tod nicht auf der Tagesordnung,
    es ist unangenehm, es geht ans Herz, es werden Gefühle geweckt, die nichts mit Karriere und Aufstieg zu tun haben.
    Trauer und Einsamkeit gehören eben nicht in unsere tolle Leistungsgesellschaft.
    Vor 6 Monaten ist unser Vater gestorben, im Arm meiner Mutter. Die letzten Stunden haben wir an seinem Bett verbracht. Wir haben uns bei ihm bedanken können, für alles, was er für uns getan hat. Seine Augen haben uns
    gesagt, dass alles gut ist. Er konnte loslassen und gehen. Wir haben ihn sehr geliebt.
    Ich höre hier auf... sonst wird's einfach zu viel.
    Ich wünsche Dir liebe Menschen in Deiner Nähe.
    Herzlichst
    Elke

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  36. Liebe Nora,

    wir werden alle nicht gefragt, ob wir leben wollen oder nicht. Mich überkommt auch manchmal die Angst vor dem Tod und dann ist es, als wenn eine kalte Hand in meinen Nacken greift. Diese Angst ist so lähmend. Das Nichts was nach unserem Leben auf uns wartet ist unvorstellbar. Da hilft nur verdrängen, denn es kommt sowieso, früher oder später, gerecht oder ungerecht, zu früh oder genau zur rechten Zeit! Wir werden nicht gefragt!
    Bewusst aufmerksam durchs Leben gehen, es so annehmen wie es ist und jeden Tag so leben, als könnte es der letzte sein, dass versuche ich mir zu sagen, um meine Angst wegzudenken.
    Stütze deine "Großmutter", sei einfach da und zeig ihr, dass du sie gern hast - und zeige es auch allen anderen!
    Man kann als Mutter nicht immer für alle wie ein Fels in der Brandung sein, aber man darf sich auch nicht hängen lassen, dazu ist das Leben zu schade: Wir haben alle nur eines davon.
    Gros, gros, gros bisou
    Sandra

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  37. Liebe Nora,

    verstehe dich sehr gut. Bei meiner Mama (87) dachten wir letztes Jahr schon zweimal, es geht zu Ende. Sie hat sich wieder erholt, aber der Gedanke ist Tag und Nacht bei mir. Meine Tochter hat ihr Baby im sechsten Monat verloren, meine beste Freundin ihren Sohn, als er 6 Jahre alt war und zwei Freundinnen ihre Männer in jungen Jahren. Seit dieser Zeit kann ich nicht mehr so unbeschwert durchs Leben gehen wie vorher. Ich mache mir unendlich viele Gedanken... habe immer Angst um meine Töchter und Enkel. Ich finde es sehr gut von Dir, dass Du Deine Ängste uns anvertraust! Sie gehören auch zu Deinem Leben! Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut in dieser schweren Zeit. Und du hast Recht: wir leben und sollten jeden Tag etwas Schönes finden, dass unser Herz erfreut!
    Ganz liebe Grüße

    Susanne

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  38. Liebe Nora, ich glaube, hier ist niemand der über Dich lacht. Das ist ein tiefgreifender Post von Dir, der seinem Namen "Seelensachen" alle Ehre macht. Ich hoffe, Du verstehst wie ich das meine. Ich kann Dich vollkommen verstehen. Es bleiben so viele Fragen offen, auch Jahre später noch,die man eigentlich noch stellen wollte. Mir ging das so, als meine Mutter starb. Sie hat mir vorher schon immer gezeigt, wo alles liegt und mir gesagt, was ich machen soll, wenn sie nicht mehr da ist. Aber....... ich wollte es nicht wissen. Darüber ärger ich mich heute noch. Warum kann man über den Tod nicht genauso reden, wie über das Leben ? Ich glaube, Du stehst mit Deinen Ängsten da nicht alleine da. Ich denke jetzt, wo ich schon etwas älter werde und es auch zunehmend merke, auch oft, was wird dann ??????
    Meine Kinder sind erwachsen und stehen auf eigenen Beinen.
    Ich drück Dich ganz dolle, Deine Ilona

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  39. Ich finde nicht, dass es einen Grund gibt über dich zu lachen. Ich denke, diese Ängste verfolgen jeden von uns mal mehr, mal weniger. Als einer meiner Söhne ca. 5-6 Jahre alt war, sagte er, er hätte Angst dass ich sterbe. Ich musste ihm dann versprechen gaaaanz alt zu werden. Dabei denke ich oft, ich kann mich glücklich schätzen, dass ich gesund und munter die 50 überschritten habe. Soviele sterben jung. Das berührt mich immer am meisten. Das Leben ist halt nicht gerecht und man weiß nie, wann jemand abtreten muss. Ehrlich gesagt, wäre ich auch noch nicht bereit dazu, ich möchte noch so einiges verwirklichen und erleben.
    Also lass deine Ängste einfach zu, verdrängen ist da sicher nicht der richtige Weg. Und irgendwann werden sie vielleicht wieder weniger.
    Ganz liebe Grüße Donna G.

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  40. Liebe Nora,
    vielen Dank fürs teilhaben Deiner Gedanken! Es berührt mich sehr!
    Je älter man wird und je mehr Erfahrung man gesammelt hat, eine Familie und Kinder hat
    desto mehr kommt immer wieder dieser Gedanke auf: was ist, wenn ich nicht mehr da bin?
    :-(
    Wir sind alle nur Gast auf der Welt, doch wenn es Menschen gibt, die man im Herzen trägt könnte man fast schier daran verzweifeln.....was ist wenn?
    Jeden Tag genießen aus allem immer das Beste machen und mit den Menschen verbringen, die man liebt!
    Ich wünsche Dir alles Liebe, viel Kraft, mögest Du nie das lächeln verlieren und in schweren Stunden immer einen Menschen an Deiner Seite, der Dir hilft, den Weg gemeinsam zu gehen!
    Herzliche Grüsse
    Angela

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  41. Liebe Nora,
    schön, dass du so viel über dich/euch hier auf deinem Blog erzählst !!!

    Ich kann mich sehr gut in dich hineinversetzen, auch ich durchlebe die Krankheiten meiner Eltern ganz arg mit. Und habe gerade in den letzten Tagen (es steht wieder eine OP an) darüber nachgedacht, warum mir dieses Sorgen und Ängste über alles was da in den nächsten Jahren noch auf uns zukommt, so sehr zusetzen.
    Auch ich glaube, ich muss mir da irgendwie raushelfen (lassen) !

    Fühl dich umarmt
    Karin

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  42. Liebe Nora, leider ist irgendwas schief gegangen und mein Kommentar war weg. Ich habe Dir eine Mail geschrieben, aber ich möchte trotzdem noch etwas dazu sagen. Nämlich DANKE Dir und allen, die hier ihre Gefühle mitteilen. Auch wenn das einfach erscheint, ich weiß, dass das oft gar nicht so einfach ist. Bei solchen Einträgen auf meinem Blog habe ich oft überlegt, kann ich das soo schreiben? Darf ich so offen sein? Irgendwann war mir klar, das ist mein Blog, wenn das jemand nicht lesen möchte, einfach "weiter gehen". Das gehört zu unserem Leben, die Freude ebenso wie die Trauer, die Ängste. Nochmal danke, dass Du uns daran teilhaben lässt! Liebe Grüße Angelika

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  43. Liebe Nora,
    fühl Dich ganz herzlich umarmt.
    Danke für Deinen so ehrlichen post der mich sehr bewegt, im Moment fehlen mir die Worte. Ich finde mich in vielem wieder, ich kann es grad nicht wirklich beschreiben, aber ich kenne sie gut die Angst, die zugleich soviel Lebendigkeit nimmt. Loslassen, Veränderung sind Dinge die mir oft Angst machen, Wegrennen wie gerne würde ich das manchmal. irgendwie die Angst gehört auch dazu, ich finde du hast einen entscheidenden Schritt schon gemacht, statt weglaufen, stehenbleiben, umdrehen, hinschauen, was ist das eigentlich, vielleicht will sie auch liebevoll beachtet werden?

    Ich danke Dir für Deinen Mut mit uns zu teilen, hör auf mit den Gedanken darf ich jemandem das zumuten, wenn es sich für Dich stimmig anfühlt ist es ok.
    Im letzten Jahr gab es für mich einige Situationen und schlußendlich habe ich es als unglaulich bereichernd erlebt, so manche Freundschaft hatte ich "unterschätzt" mit dem Gedanken solche Themen außen vor zu halten, eigentlich fängt es hier erst an und es ist wundervoll die Chance zu bekommen den ganzen Menschen treffen zu dürfen.

    Alles Liebe,
    Silke

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  44. Liebe Nora,
    puh, Deine Zeilen haben mich sehr nachdenklich gemacht. Wir verdrängen ja gerne diese Gedanken, aber irgendwann geht das nicht mehr, dann müssen wir uns diesem Thema alle stellen. Ganz wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt, so wie Du es gerade machst. Ich denke das kann sehr befreiend wirken, diese Gedanken auszusprechen oder noch besser niederzuschreiben. Das Leben ist, wie Du schon geschrieben hast halt kein Wunschkonzert. Wenn wir traurige Zeiten durchleben, können wir die schönen Momente wieder viel intensiver wahrnehmen.
    Ich gehöre auch zu den Menschen, die sich leider viel zu viel Gedanken und Sorgen um alles machen. Das ist nicht gut, man findet immer etwas, was einem Angst machen kann. Ich will das nicht mehr und versuche dagegen anzugehen. Sorgen können einen krank machen. Ich habe darüber sogar mal vor vielen Jahren, als unsere Tochter noch sehr klein war, mit einen Arzt gesprochen. Dessen Antwort darauf war: "daran sieht man, wie sehr Sie Ihre Familie lieben, das ist ganz normal". Das hat mich beruhigt. Ich versuche sehr positiv zu denken und gebe mir Mühe ganz viel Spaß am Leben zu haben - das kann man lernen....
    Alles Gute in dieser für Dich/Euch traurigen Zeit - es kommen wieder andere, von Bine.

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  45. Liebe Nora ! Ich kann mir richtig gut vorstellen wie es dir geht ! Diese Sorgen , Ängste die einfach kommen und dann bleiben manchmal unangenehm lange und dann wieder einfach verschwinden. Die grosse erfahrende bin ich nicht aber für mich war das verlassen werden (egal ob Sterben oder einfach gehen) auch immer schlimm. Ich weiss nicht wie ich es geschafft habe nicht mehr darüber nachzudenken und im hier zu leben. Kann aber sagen es ist viel einfacher und die Last die ich vorher getragen habe hat sehr sehr viel Kraft geraubt. Hilfe in Anspruch zu nehmen um den Ursprung begreifen zu können ist vielleicht gar nicht verkehrt. Ich habe damals auch sehr sehr viel geschrieben (noch kein Blog die gab es noch nicht) und wenn man das in guten Zeiten gelesen hat hat mich das immer sehr überrascht von außen zu sehen wie es einem in so einer Phase ergangen ist.
    Wir haben uns nicht sehr oft gesehen und trotzdem weiss ich nur zu gut wie sehr das DU bist und das macht dich schlussendlich zu diesem Menschen der du bist.
    Mit deiner Fähigkeit zur Selbstreflektion wirst du das auch noch in den Griff bekommen, ganz wird die Angst nie verschwinden aber vielleicht nicht mehr so massiv den Alltag beinflussen

    Ich drück dich ganz fest und auch wenn ich es schon hundert mal geschrieben habe freue ich mich sehr auf ein Wiedersehen !!!!!

    Liebe Grüße
    Claudia

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  46. Liebe Nora
    Mit viel Hochachtung habe ich deine Zeilen gelesen, erging es mir doch bis vor kurzem genau so. LEIDER habe ich nicht den Mut gefunden offen darüber zu reden oder zu schreiben. Nach einigen Schicksalsschlägen letztes Jahr in der Familie, welche bei mir allte Wunden wieder aufgemacht haben, durchlebte ich genau jene angstvolle Zeit wie Du jetzt. Ich hatte selbst Angst zu sterben. Es wurde so schlimm, dass ich mich beim Arzt von oben bis unten durch checken liess, um auszuschliessen, dass ich krank bin. Da die Ängste trotzdem nicht weniger wurden, habe ich meine Homöopathin aufgesucht um mir helfen zu lassen. Gott sei Dank! Innert einem Monat waren die Ängste weg und heute lebe ich wieder zuversichtlich und hoffnungsvoll!
    Ich wünsche Dir viel viel Kraft, deine quälenden Gedanken los zu werden! Vielleicht steht eure Grossmutter zwischen den Welten, weil sie die starken Gefühle von euch spürt... Der Tod gehört zum Leben dazu wie die Geburt. Warum einige von uns zu früh gehen müssen, bleibt ein Rätsel, wenn auch trauriges! Mein Vater musste schon mit 38 Jahren gehen. Dennoch habe trotz jahrelangen Fragezeichen die Freude und Hoffnung wieder gefunden. Das wünsche ich dir auch! Und ich finde es schön, dass deine Gedanken in SeelenSachen Platz gefunden haben.
    Herzliche Grüsse Paula

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  47. Liebe Nora,

    Ich kann sehr gut nachvollziehen was in dir vorgeht. Vor 7 Jahren habe ich innerhalb von zwei Monaten zwei geliebte Menschen verloren. Beide haben kein Alter erreicht, in dem es für mich ansatzweise "nachvollziehbar" war. Mich plagte jahrelang eine Mischung aus Wut, Trauer und Angst (vor dem Tod). Auch ich habe über die Jahre hinweg versucht zu verdrängen.... Bis ich dann Anfang letzten Jahres diese ständig kreisenden Gedanken nicht mehr aushalten konnte. Lange hat es gedauert bis ich mir selber meine Ängste eingestehen konnte und auch selber bereit war professionelle Hilfe anzunehmen.
    Man kann diese besondere Angst und vorallem Verlustängste nicht einfach aus dem Leben herauslösen, aber man lernt damit zu leben. Auch wenn ich mich immernoch oft genug frage wieso, weshalb, warum????.... Ich weiß mittlerweile wie ich damit umgehen und vorallem mir selber helfen kann.
    Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft.
    Jule

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  48. Sehe berührende Zeilen, liebe Nora. Und ich kann das (leider) bestens nachempfinden. Trotzdem möchte ich zum Teil widersprechen: Die Angst ist nichts Schlimmes, sondern notwendig und normal. Und durch das Empfinden, hin und wieder oder auch öfter, bereitet man sich darauf irgendwie vor. Man beschäftigt sich mit dem Thema und seinen eigenen Gefühlen. Vielleicht ist man dadurch dann nicht so völlig in Panik, wenn "es" dann plötzlich soweit ist? Ich denke jeder setzt sich damit auseinander. Und jeder hat Angst. Ich habe diese Ängste vor dem eigenen Tod und dem eines lieben Menschen seit Jahren - dabei bin ich doch noch so jung, könnte man meinen. Aber es ist panische Angst, weshalb es vielleicht gut ist, über Jahre hinweg ein bisschen eigene Akzeptanz für dieses Thema aufzubringen.
    Grundsätzlich aber ist jeder zu jung zum Sterben. Ich würde mir wünschen, dass ein Jeder zumindest 80 Jahre dem Grunde nach gesund ist. Und glücklich. Das würde jedem eine gewisse Leichtigkeit geben.

    Alles Gute für die Großmutter - dir viel Kraft!

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  49. Liebe Nora, ich les immer bei dir mit und kommentiere nie, einfach weil in der Regel eh schon alles gesagt wurde und ich nicht auch noch meine Senf (den Gleichen wie die Anderen) dazugeben wollte. Aber dieses Thema berührt mein Herz.

    Ich kann dir die Angst nicht nehmen. Das kann niemand, aber ich kann dir sagen, dass Angehörige (auch wenn es einen jungen Menschen betrifft, der gehen muss) dann damit zurecht kommen, wenn sie das Umfeld auffängt. Es dauert, aber wenn sie sich fallen lassen können und aufgefangen werden, wenn sie trauern dürfen ohne dass das Umfeld darauf peinlich berührt reagiert, dann schaffen sie es.

    Vor ein paar Jahren musste meine Freundin und Herzensschwester gehen, nach einem langen, jahrelangen Kampf. Ihr Sohn war damals 16 Jahre alt. Sein Vater hat leider vollkommen...na ich sags einfach...er hat versagt. Hat sich ein halbes Jahr nach dem Tod seiner Frau eine neue Frau ins Haus gebracht und der Sohn hatte sie zu akzeptieren.
    Was soll ich sagen...mit 16 (ohnehin eine schwer Zeit) und dann auch noch emotionel vorbelastet...er hat sie bis heute nicht akzeptiert, hasst sie sogar und ich kann ihn verstehen, obwohl ich ihm das nie sage.
    Aber wir haben ihn aufgefangen. Er ist zu unserem Sohn geworden, er geht bei uns ein und aus, wie meine eigenen Kinder, er wird von mir, meinem Mann und meinen Söhnen wie ein Sohn/Bruder behandelt und es tut ihm gut.
    Heut hat er eine ganz liebe Freundin und scheint psychisch gefestigt. Er hats geschafft hoffe und glaube ich.

    Ich hab mich in der Zeit der Krankheit meiner Freundin sehr viel mit dem Tod auseinander gesetzt, hab viel darüber nachgedacht, wie man Abschied nimmt...
    Ich denke das ist das Schwierigste für den der gehen muss. Vor allem wenn er noch nicht "alt" ist. Wie verabschiede ich mich von meinen Kindern???
    Ich weiß es nicht. Ich weiß es bis heute nicht und ich denke es gibt kein Rezept dafür. Reden, halten, lieb haben und noch mehr reden und liebhaben...und irgendwann ist es soweit. Dann ist der Kampf ausgekämpft, alles ist gesagt und man kann in Frieden gehen...kann loslassen und wird losgelassen.
    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für diesen Abschied und vergesst nicht euch an eurem Leben zu erfreuen. Es ist kostbar und soll mit jeder Faser gelebt werden, in Trauer und in Frohsein...

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  50. Liebe Nora, vielen Dank für diesen Beitrag, ich finde es toll, dass Du so offen bist. Ich kann gut nachfühlen was Du hier beschreibst, ich bin auch ein Mensch der viel zu viel nachdenkt und gleichzeitig versucht zu verdrängen, ist nicht immer einfach, die Balance zu finden. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und Liebe und vorallem ganz viel Kraft!
    Liebe Grüsse, Olivia

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  51. Liebe Nora,

    dein Blog heißt Seelensachen, warum also solltest du dir nicht das von der Seele schreiben, was dich bewegt und belastet? Wer da wegklickt hat den Sinn des Bloggens nicht richtig verstanden. Finde ich.

    Gerade gestern waren wir auf der Trauerfeier der Großtante meines Liebsten. 100 ist sie geworden, gerade erst am 21.12. Ein tolles Alter und eine sehr schöne und bewegende Feier, deren Inhalt sie schon vor mehr als 10 Jahren festgelegt hatte. Ich kannte sie nicht gut, hatte sie nur einmal gesehen, denn in den letzten Jahren hat sie doch sehr abgebaut. Und trotzdem, sie wird fehlen, nicht nur der engeren Familie, sondern auch uns. Denn wieder ist ein Teil der Vergangenheit abgeschlossen. Vor knapp einem Jahr, Ende Januar, starb erst seine Mutter und die Gedanken an sie sind in diesen Tagen natürlich sehr intensiv. Besonders, da wir die meisten Familienmitglieder auf ihrer Trauerfeier das letzte Mal gesehen haben. Natürlich sagten alle wieder: Wir müssen uns auch mal zu einer schöneren Gelegenheit treffen. Aber macht man es dann? Leider viel zu selten...

    Aber, wie du schon sagst, wendet euch den schönen Dingen zu! Und deshalb werde ich darauf dringen, daß wir es dieses Jahr machen, das große Familien-Gartenfest!

    Dir und deiner Familie wünsche ich viel Kraft, der Uroma gute Besserung und noch eine schöne Lebenszeit. Und wenn ihr die nicht vergönnt sein sollte, dann zumindest einen friedlichen Abschied im Kreis der Familie. Es kommt wie es kommen soll ohnehin.

    Fühl dich umarmt.

    Liebste Grüße, Claudia

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  52. Liebe Nora.
    Auch mich hat dein Text sehr berührt.
    Seit ich vor kurzem Mutter wurde habe ich auch ganz neue, nie gekannte Aengste, nämlich dass meinen Kindern etwas zustossen könnte. Ich kann mich also gut in dich hineinversetzen.
    Ich glaube aber einen wichtigen Schritt hast du schon gemacht...nämlich deine Angst zu teilen, mitzuteilen und somit wird es doch auch etwas leichter, oder nicht?
    Ich glaube daran dass geteilte Sorgen leichter werden und ich staune immer wieder wie sehr mich Freunde in schweren Zeiten stützen.
    Also ich finde lass es zu, aber lass dich nicht völlig in die Dunkelheit ziehen...und vielleicht kannst du auch mit der Oma darüber reden wie sehr sie euch fehlen wird. Sie hat ja vielleicht auch Angst und möchte diese teilen...?!
    Ich bin in Gedanken bei euch und schicke dir viel Energie.
    Alles liebe Kessie

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  53. Liebe Nora,
    ich habe geweint, als ich deine Zeilen gelesen habe. Zum Einen, habe ich gerade einen Todesfall in meiner Nachbarschaft, der mich sehr sehr schmerzt. Zum Anderen, dass ich mir genau so viele Gedanken über das Leben und den Tod mache.
    Es ist wirklich ein schwieriges Thema und es hängt auch immer wie eine schwarze Wolke über mir.
    Aber die Leere, welche die Gestorbenen stets hinterlassen, dies empfinde ich eigentlich als das Schlimmste.
    Ich gebe dir vollkommen Recht, dass man sich aber nicht mit diesen düsteren Gedanken zu viel beschäftigen sollte. Es soll uns nur wieder ins Bewusstsein rufen, dass alles im Leben vergänglich ist und wir jeden Augenblick daher genießen sollten.
    Ich wünsche dir sehr viel Kraft in diesen schweren Tagen.
    Viele Grüße Susanne

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  54. Liebe Nora,
    danke für deine so ehrlichen Worte.


    Mit 15 Jahren (ich bin jetzt 27) machte ich ein soziales Jahr im Altenheim. Die Bewohner dort sind mehr sehr ans Herz gewachsen. Du kannst dir vorstellen, wie sehr ich gelitten habe beim Tod von jedem einzelnen.
    Wir haben sie gewaschen, angezogen, einen liebevollen Abschied für die anderen Bewohner organsiert....
    Ich sehe noch heute so manch einen lieben Verstorben vor mir liegen....
    Mit 18 Jahren habe ich dann die Ausbildung zur Pflegehelferin gemacht. Ich durfte im Praktikum wieder Menschen in ihren letzten Stunden begleiten und mithelfen beim Versorgen der Verstorbenen.
    Was soll ich sagen? Es ist immer wieder eine außergewöhnliche Herausforderung für mich gewesen. Ob ich ihr gewachsen war damals? Nein. Ich denke auch heute nicht.
    Jetzt arbeite ich nicht mehr direkt am Patienten sondern mit OP Instrumenten .
    Wenn da eines kaputt wird, kostet das viel Geld, ist aber wurscht ;-) Wenn es ist nicht gerade während einer OP passiert und der Patient zu schaden kommt ;-)

    Im Privaten Umfeld ist meine Taufpatin (Gebärmutterhalskrebs) mit 50 gestorben, danach meine Freundin(einfach nicht mehr wach geworden) mit 18 Jahren, meine Großeltern väterlicherseits.....Das war alles innerhalb von 2 Jahren Schrecklich....Für mich ist die Welt zusammengebrochen.

    Mein Opa mütterlicherseits ist letztes Jahr im Frühjahr verstorben. Hmmm....Wie soll ich schreiben, damit es nicht blöd klingt....
    Ich war es ihm vergönnt. Ja das war ich ihm wirklich.....
    Es war ein für mich sehr liebevoller Abschied. Ein ruhiger. Ich war sehr gefasst.
    Hab ich meine Einstellung zum Tod geändert? Hab ich mich an das Sterben gewöhnt? Hab ich gelernt damit umzugehen? Ich weiß es nicht.....Kann man das überhaupt??? Ich denke nein .

    Meine Schwiegereltern werden in den nächsten Jahren 80.
    Ich spüre bei ihnen sehr viel Angst....
    Ich habe das Gefühl sie möchten noch so viel erleben und sie nutzen die letzte Zeit noch die sie haben.
    Meine Schwiegermutter reist noch so viel sie kann ....
    Weißt du was ich meine ? Man hat immer das Gefühl, das sie glauben sie könnten etwas versäumen.
    Oft, sehr oft denke ich darüber nach....
    Wie man sich wohl fühlt, wenn man weiß wen man nur mehr ein paar Jahre zu Leben hat????

    Der Tod gehört zum Leben, dass ist uns wohl allen klar. Aber trotzdem macht es uns Angst? Ist es das Ungewisse?
    Ich weiß es nicht, was es wirklich ist.

    Unlängst hab ich das Buch gelesen 5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen....
    Man hat überall davon gehört und gelesen. Somit hab ich es mir auch gekauft.
    Aber weißt du was ?Ich hab nach der Hälfte aufgehört. Es war nicht uninteressant aber irgendwie wollte ich mich nicht weiter damit befassen.
    Somit hast du so recht mit deiner Aussage:
    Ich weiß nur eines: wenn man zu viele Gedanken mit dem Tod verbringt, dann LEBT man nicht richtig. Also halten wir uns täglich vor Augen:

    Deshalb bin ich ganz ehrlich froh, dass ich zwar im Krankenhaus arbeite aber nicht mehr unmittelbar mit dem Tod konfrontiert bin. Wenn man so ein sensibler Mensch ist wie ich, ist das leider nicht so leicht zu verkraften.
    Überhaupt würde ich den Pflegeberuf an sich nicht mehr wählen....Nein...Dafür muss man geschaffen sein. Ich bin zu sensibel und zu menschlich dafür. Mich hätte es auf Dauer aufgefressen....

    Danke für deine ehrlichen Worte.
    Jetzt hab ich dich auch noch zugetextet ;-)

    Sorry für Tippfehler und etwaige komische Sätze ;-) ;-)
    Hab einfach geschrieben, wie ich es mir gedacht habe.

    Deine Tina
    die Dich sehr gut versteht und mit dir fühlt.

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  55. Ich schicke dir ganz viel Kraft und positive Energie.

    *fühl dich fest umarmt von mir*

    Meine Gedanken sind bei Dir!!!!

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  56. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  57. Hallo liebe Nora,

    da ich diese Gedanken und Gefühle nur zu gut kenne, möchte ich dir das Buch "die Hütte" empfehlen. Hier wird ganz anschaulich erklärt, warum der eine früher und der andere später gehen muss und was uns erwarten könnte. Wenn du Schwierigkeiten hast, das Buch zu bekommen, melde dich bei mir, dann bekommst du meins.
    Ganz liebe Grüsse,
    Charlotte

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  58. Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
    jemanden gehen zu lassen,

    wissen, wann es Abschied nehmen heißt,
    nicht zulassen, dass unsere Gefühle

    dem im Wege stehen,
    was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.

    Sergio Bambaren

    Uns haben diese Worte beim Tod unser geliebten Oma und Uroma sehr geholfen.
    Eine stille Leserin

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  59. Liebe Nora,
    da alles gesagt ist was gesagt werden konnte (und wirklich sehr schön gesagt wurde!) Häng ich nur noch einen Buchtipp dran: Gespräche mit Gott von Neal Walsh. Hat mir/uns sehr geholfen und wir haben auch die nachfolgenden Bücher gelesen. Ansonsten hilft auch Familienstellen um zu ergründen woher deine Angst kommt und noch wichtiger: damit du sie loslassen kannst.
    Ich wünsche dir viel Kraft in dieser Zeit
    ein herzlicher Drücker
    DAni

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  60. Und nicht falsch verstehen bezüglich Pflegeberuf...Natürlich muss man menschlich sein in diesem Beruf...
    Wenn es aber zu viel wird d.h. wenn man zu viel Mitgefühl hat , geht das einfach an die Substanz. Es ist ein schmaler Grad zwischen zu viel und zu wenig. Man sollte ja auch nicht komplett abstumpfen...

    Ich wollte dir noch sagen, dass ich deine Gedanke so gut nachvollziehen kann, weil ich ähnlich empfinde.
    Ein Thema das mich immer wieder aufwühlt, obwohl ich schon sehr, sehr, sehr oft damit konfrontiert war.
    Stundenlang könnte ich darüber nachdenken....
    Über das Warum, Wieso und Überhaupt...


    Du siehst... ;-) Ich könnte noch vieles dazu schreiben, was mir einfällt...Tu ich aber besser nicht hier ;-)

    Tina

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  61. Liebe Nora,
    ich finde es bewundernswert, dass du uns hier alle soch tiefen Einblick in deine Seele gewährst.
    Auch ich mußte nun erst einmal ein paar Tränen lassen und kann deine Gedanken teilweise sehr gut verstehen.
    Zum einen die Gedanken was aus den Hinterbliebenen wird, wenn ich morgen erfahren würde, dass ich nicht mehr lange zu leben habe, würde ich nur an meine Kinder und meinen Mann denken und könnte deren Unglück kaum ertragen.
    Und weißt du was, ich bin soooo froh, dass ich nicht weiß, welcher Weg noch vor uns liegt, denn so kann ich ihn auch noch unbeschwert gehen und das selbe wünsche ich mir auch für Dich!
    Vor 4 Jahren habe ich selbst auch einen schweren Schicksalsschlag, eine komplizierte Schwangerschaft mit der Prognose, dass ich wahrscheinlich noch vor der 24 Woche die Kinder verlieren sollte, Kinder , da es eineiige Zwillinge waren und da diese Zwillingsschwangerschaft so selten war, mit unheimlich vielen Komplikationen bahaftet.
    Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich mich durch die ersten 3 Monate kämpfte...ich wußte nicht, ob ich eine Totgeburt packe, die möglichen Behinderungen die eine viel zu frühe Geburt, die bei dieser Schwangerschaft meist erfolgt, mit sich führen kann. Ganz davon abgesehen, konnte man erst Siamesische Zwillinge in der 16SSW ausschließen.
    Aber ab diesem Zeitpunkt war ich glücklich und hoffnungsvoll und freute mich auf jeden Ultraschall, obwohl ich eigentlich damit rechnen mußte, dass die Herzen meiner zwei Mädchen nicht mehr schlagen.
    Es ging recht lang gut, bis ich dann Ende des siebten Monates in die Klinik mußte und nach einem Eingriff die Herzchen beim Ultraschall auf einem mal nicht mehr schlugen. Nun brachte ich sie auf die Welt, konnte nie ihre Stimme hören, nie in ihre Augen blicken.
    Danach mußte ich erst eimal wieder lernen nach vorne zu blicken.
    Und diesen Verlust zu verkraften, diese Erfahrung des Todes.
    Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, wenn ein Kind mitten aus dem Leben gerissen wird und
    wahrscheinlich hast du recht, dass die Päckchen für jeden so geschnürrt werden, wie er sie (er)tragen kann.
    Umso mehr weiß ich es nun zu schätzen, dass wir alle gesund sind und hoffe dass ich meine Mädchen hier noch ganz lange in den Armen halten darf. Und meine zwei Sternenmädchen immer tief im Herzen.

    Ich wünsche mir für dich, dass du deine Angst verlierst, denn wie der Tod irgendwann über jeden von uns kommt, so ist es doch gut, dass wir es nicht wissen und wir jeden Atemzug, jede Umarmung, jede Bewegung geniessen, damit wir am Ende sagen können, wir haben gelebt, wie lange es auch sein wird.

    Liebe Grüße
    Meli


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  62. Liebe Nora,
    ich danke Dir das du den Mut hattest, all das hier nieder zu schreiben. Ich hatte nie den Mut. Der Tod, die Angst vom sterben, begleitet mich so gut wie täglich und da muss ich dir recht geben, wenn das überhand nimmt, lebt man nicht mehr wirklich. So oft wurde ich belächelt über meine Gedanken und Ängste. Seitdem habe ich mich zu keinem mehr geäußert (außer Familie), da ich einfach dachte, ich bin die Einzige, die so fühlt, die so denkt. Aber vielleicht liegt es auch daran das viele selber Ängste haben und nicht reden wollen oder eben leben leben leben. Ich möchte auch leben, ohja und das sehr. Jede Sekunde genießen, aber mir was vormachen, nein das möchte ich mir auch nicht. Meine Mutter wird in wenigen Tagen 70. und je älter sie wird, desto beklemmender wird das Gefühl. Ich kann es einfach nicht beschreiben. Auch mein Jahr hat leider nicht gut angefangen. Ich wollte durch starten, endlich sorgenfreier und angstfreier durchs leben gehen. Doch dann an Weihnachten, wurde ich zurück auf den Boden der Tatsache gebracht. Ich kam ins Krankenhaus. Silvester draußen und heute schon wieder rein. Es ist ein Teufelskreis. Diese Angst das jeder Zeit was passieren kann, ist einfach da!!! Und desto mehr versuche ich wirklich jeden Atmenzug zu genießen, jedes Geräusch, einfach alles. Ich hoffe das ich meinem Sohn in seinem Leben alles vermitteln kann, was er braucht! In mir kreisen nun so viele Gedanken, das ich wahrscheinlich auch ganz wirr schreibe. Dafür entschuldige ich mich jetzt schon mal. Aber es tut gut zu wissen, das man damit nicht alleine ist. Ich danke dir so sehr für deine Zeilen, das ich dich am lieben feste in den Arm nehmen möchte.

    Ganz liebe Grüße, Stefanie

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  63. Liebe Nora,

    viel dazu sagen kann ich derzeit nicht! Nur soviel, dass du genau meine Gedanken derzeit getroffen hast! Ich habe gerade im letzten Jahr soviel ans Sterben denken müssen. Ans selbst sterben, daran, wie es sich anfühlt, wenn die mir wichtigsten Menschen gehen müssen! Es hat mir Angst gemacht, mich traurig gemacht, mich dazu gebracht, mein Leben mehr in den Griff zu bekommen und mehr zu genießen...soviele Gedanken! Und es beruhigt mich einfach, dass es auch anderen Menschen so geht... vermutlich gehört das einfach auch zum "Menschsein" dazu! Und nun bin ich ganz gespannt, was die anderen Leser dazu sagen, die Kommentare hab ich nämlich bislang nicht gelesen! Auf jeden Fall wünsche ich dir und deiner Familie viel Kraft für all das was da auf euch zukommt und auch, dass ihr nie den Gedanken daran verliert, dass euer eigenes Leben ein wertvolles ist, was trotz allem gelebt und genossen werden möchte!

    Liebe Grüße
    Claudia

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  64. Liebe Nora,

    nein, ich habe jetzt keine Gänsehaut, bin nicht verlegen und mir stehen auch keine Tränen in den Augen.....ich bin einfach nur sehr BERÜHRT von deiner Offenheit einem Thema gegenüber, dass hier in der Blogwelt eigentlich gar kein Thema zu sein scheint. Schließlich wird ja nur das Schöne, das Gute und das Perfekte zur Schau gestellt.
    Das Thema TOD gehört für mich zum LEBEN, wie das LICHT zum SCHATTEN. Dem Tod bin ich in den letzten beiden Jahren sehr nahe gekommen. Zuerst wurde ich per Notsection von meinen Zwillingen entbunden, bei der unser dreier Leben mehr als auf der Kippe stand. Dann habe ich letztes Jahr erfahren, dass mein Vater nicht mein biologischer Erzeuger ist, das war ein seelischer Tod. Man überdenkt sein ganzes Leben von Anfang an neu und muss schon sehr positiv eingestellt sein, um aus diesem Seelentief unbeschadet hervorzugehen.
    Der Tod ist für mich kein Schreckgespenst. Er ist einfach der Übergang von einem Sein zum Anderen. Ja, ich glaube an das Leben nach dem Tod. Nicht im kirchlichen Sinne, sondern im besten Sinne. Als Kind konnte ich sogar vereinzelt ganz frisch verstorbene Menschen wahrnehmen und habe nie Furcht dabei empfunden. Wir alle sind Energie und diese kann (seit Einstein bekannt) auch niemals verloren gehen. Du musst unbedingt lernen, den Tod als etwas "zum Leben Gehöriges" anzusehen. Denn eines ist im Leben ganz gewiss, wir alle müssen früher oder später einmal sterben.
    Bitte entschuldige meine vielen, offenen Worte, aber ich bin ein Mensch, der dem Sterben gegenüber einfach positiv eingestellt ist und nichts Schlimmes daran sieht. Natürlich ist es für uns Zurückbleibenden ganz, ganz schlimm. Wenn wir aber die Seite des Sterbenden sehen, dann können wir ihn gut hinübergeleiten in das neue Dasein nach dem Tod.

    "Der Tag des Todes ist, wenn sich zweit Welten begegnen mit einem Kuss.
    Diese Welt geht hinaus, die zukünftige Welt kommt herein." Jüdisches Gebet

    Sei lieb gegrüßt
    Bianca

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  65. Liebe Nora,
    wer deine Bilder kennt und versucht darin zu lesen, der kennt auch die NORA die heute hier so wunderbar geschrieben hat. Ich möchte nicht schreiben dass ich weiß wie du dich fühlst, weil ich nur weiß, wie ich mich fühlen würde....
    Ich denke die ganze NORA ist gut aufgehoben hier
    Alles Liebe für dich ...für euch
    Barbara

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  66. Liebe Nora, ich finde es gut das Du Dir deine Sorgen von der Seele geschrieben hast. Ich kann sehr gut verstehen wie Du dich fühlst, denn ich mache mir auch sehr viele Gedanken um das Sterben. Bei mir fing es an als mein Vater an Krebs erkrankte, und wir seinen Leidensweg miterlebt haben. Das war für mich so schlimm das ich manchmal nicht ins Krankenhaus konnte weil ich es nicht ertragen habe ihn so zu sehen.Er hat zwei Jahre gekämpft bis er erlöst wurde. Und ich weiß das er Angst hatte zu gehen. Er war erst 55 . Aber es ist egal wie alt man ist es ist immer schlimm. Auch heute noch vergeht kein Tag an den ich nicht an ihn denke, und er starb an meinem Geburtstag.
    Liebe Nora , ich hoffe für Dich das Du gut damit umgehen kannst wenn es soweit ist. Es wird sicherlich schwer.
    Ich drücke dich ganz fest und bete für Euch Deine Christine aus der Pfalz

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  67. Liebe Nora, das Du so trauig bist tut mir sehr leid. Ich hoffe das es Eurer Großmutter bald besser geht. Ich glaube das es uns so sehr zu Nachdenken bringt, wenn jemand stirbt, liegt auch daran das wir unsere eigene Sterblichkeit vor Augen geführt bekommen. Denke immer daran: Das Leben ist jetzt und hier und wenn Du Deinen Lieben nach besten Wissen und Gewissen alles beigebracht hast, brauchst Du Dir nie Gedanken machen, ob Sie gut versorgt sein werden. (Und da bin ich mir bei Dir ziemlich sicher.) Genieße den Abend, den morgigen Tag und habe viel Freude mit Deinen Lieben. JEDEN TAG. Alles Liebe Tonja

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  68. Liebe Nora,
    ich schreibe dir heute zu ersten Mal. Deine Geschichte berührt mich, denn ich fühle absolut mit dir. Ich muss mich seit ungefähr drei Jahren mit diesem Thema auseinander setzen. Denn vor drei Jahren erkrankte mein Vater, der bis dahin topfit und immer "Hans Dampf in allen Gassen war", an einer seltenen Lungenkrankheit. Von heute auf morgen war er ans Haus gebunden, da er dauerhaft Sauerstoff bekommt. Seine Lungenvolumen hat nur noch 30 %. Ausgelöst wurde diese Krankheit durch eine verschleppte Bronchitis. Er konnte nicht mehr Auto fahren (was er total gern gemacht hat), nicht mehr reisen, nicht mehr in die Kirche usw. Sein Leben reduzierte sich aufs Wohnzimmer, denn die Treppen nach oben ins Schlafzimmer schaffte er auch nicht mehr. Immer wieder hatten wir Hoffnung, dass ihn irgendwer heilen könnte. Doch nichts half. Anfang letzten Jahres fuhr er zur Kur, von der wir uns sehr viel versprachen. Aber dort stellten sie fest, dass er nicht therapierbar sei. Zu allem übel bekam er auch noch eine richtige Grippe, sodass er dort ins Krankenhaus musste und kränker nach Hause kam, als vorher. Er wurde immer dünner und dünner, hatte keinen Appetit mehr (er hat früher immer sehr gern gegessen) und wurde immer trauriger. Damals dachten wir, dass wir ihn verlieren würden. Gott sei Dank ist er dann noch einmal in ein anderes Krankenhaus gekommen, wo die Medikation geändert wurde. Danach ging es bergauf. Mein Vater wird nie wieder gesund werden, aber er hat wieder Hunger, und er hat einen elektrischen Rollstuhl. Jetzt ist er wenigstens wieder etwas mobil, und meine Eltern können wieder spazieren "gehen". Meine Eltern haben sich gut arangiert und haben ihr Leben so akzeptiert. Darüber bin ich sehr froh.
    Allerdings liegt jetzt der Vater meiner allerbesten Freundinnen schon seit Wochen im Krankenhaus, und man weiss nicht, ob er jetzt stirbt oder nicht. Sie fahren jeden Tag ins Krankenhaus. Vor drei Jahren haben sie schon ihren Bruder verloren. Eine andere Freundin von uns arbeitet ehrenamtlich im Hospizverein. Daher ist der Tod schon länger Thema bei uns. Er gehört einfach zum Leben dazu. Es tut gut darüber zu reden, denn jeder geht anders damit um, und das ist auch gut so. Wichtig ist. auch immer die Kinder mit einzubeziehen, egal wie alt sie sind. Meine Mutter hat mir erzählt, dass es früher so üblich war, die Toten aufzubahren. Sie sagt, sie hätten die Verstorbenen immer besucht. Das wäre ganz natürlich gewesen. Den toten Bruder meiner Freundinnen habe ich auch noch besucht. Als ich den Leichnam gesehen habe, habe ich gedacht: Das ist nicht mehr der Micha, der ist schon weg. Da war ich beruhigt, dass nur die Hülle unter die Erde kam.
    So, jetzt habe ich dir ganz viel erzählt, obwohl ich dich gar nicht kenne, aber ich verstehe dich so gut.
    Schön, dass du dass geschrieben hast.

    Ganz liebe Grüsse, Astrid aus Bochum

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  69. Liebe Nora...ja, das ist durchaus ein schwieriges Thema...und deine Ängste kann ich wirklich gut verstehen. Ich habe...berufsbedingt und privat...eine Menge Menschen sterben sehen...die meisten hatten nach dem Tod einen durchaus friedlichen Ausdruck im Gesicht. Das eigentliche Problem haben eher diejenigen, die zurückbleiben...die damit fertig werden müssen, das so ein Tod so endgültig ist. Doch niemand wird uns davor bewahren können...vor dieser Erfahrung, diesem Schmerz, der kommt, wen jemand geht...der Tod gehört zum Leben. Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft! LG Lotta.

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  70. Hallo Nora,

    ich kann dich sehr gut verstehen!

    Vor 5 Jahren ist mein Vater nach einem sehr schlimmen Jahr mit Chemo und Bestrahlung im Alter von nur 63 Jahren an Krebs gestorben. Wir standen hilflos daneben. Er starb sehr qualvoll an Lungenkrebs. Er war Nichtraucher. Er war gerade Rentner. Er hätte so gerne noch gelebt. Er war ein sehr lebensfroher Mensch. Mein Ein und Alles. Er hätte gerne etwas von seiner Rente gehabt. Mal in Urlaub fahren. Einfach mal nicht arbeiten müssen und nur das Leben genießen. Das Glück hatte er nicht.

    Ich bin so alt wie du. Meine Großeltern sind schon alle tot. Meinen Schwiegervater habe ich gar nicht erst kennen gelernt. Er starb mit 46 Jahren.

    Letztes Jahr ist eine Freundin im Alter von 44 Jahren an Krebs gestorben. Das Jahr davor eine andere Freundin mit 43 Jahren. Auch an Krebs.

    Mir fehlen immer noch die Worte. Ich kann das alles nicht glauben. Viele Menschen sind mir in meinem Leben nicht mehr geblieben. Kinder habe ich leider keine. Das sollte auch nicht sein.

    Ich habe nur noch meinen Mann und meine Mutter. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich hoffe, wir haben noch viele schöne Jahre zusammen.

    Aber die Angst vor Krankheiten und dem Alleinsein bleibt. Manchmal ist es kaum zu ertragen.

    Liebe Grüße
    Regina

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  71. Liebe Nora,
    im November ist meine Mama gestorben. Sie war sehr schwer krank und es war hart, sie so leiden zu sehen. Zuerst war ich sehr tapfer, für meine Kinder, für meinen Papa. Um allen ein einigermaßen schönes Weihnachten zu bescheren und so weiter. Aber nun merke ich, wieviel Schmerz ich verdrängt habe und endlich kann ich weinen und merke, dass ich nach mir auch schauen muss.
    Ich glaube, dass es mit dem Tod nicht vorbei ist. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, wo ich eines Tages Jesus sehen werde und meine Mama, von der ich sicher bin, dass sie jetzt dort ist treffen werde, und meinen Bruder den ich vor Jahren verloren habe und meine Zwillinge. Das gibt mir Hoffnung und tröstet mich und gibt mir Halt. Das ich weiß, es geht Ihnen jetzt besser. Trotz allem bleibt der Schmerz über den Verlust hier auf dieser Welt!
    Liebe Nora, ich empfehle dir ein Buch. Es heißt "Den Himmel gibts echt"
    Vielleicht magst du es dir gönnen zu lesen und es hilft dir weiter! Das würde mich sehr freuen!
    Ich drück dich unbekannterweise und muss öfter an dich denken, da wir hier seit kurzem einen 6 Monate alten Airdale Terrier beim Gassi gehen mit unserer Labrador Maus Luna treffen. Sie heißt Lilly und da muss ich oft an dich und deine Maus denken!
    Viel Kraft und Trost für Dich!
    Gabi


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  72. Liebe Nora,
    danke für deine Ehrlichkeit, sicher ist dir dieser Post sehr schwer gefallen.
    Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft das alles durch zu stehen.
    Laß dich fest drücken, alles Liebe von Tatjana

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  73. Zu viel verschiedene Gedanken schwirren mir nach der Lektüre deines langen und sehr offenen Posts durch den Kopf. Gerne würde ich viel dazu sagen - aber es würde wahrscheinlich sehr verwirrend werden...

    deshalb soll für heute genügen: ich schicke dir viele viele gute Gedanken und Kraft und Energie um immer wieder in deine Mitte zurückzufinden.

    viele liebe Grüße von Ellen

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  74. Liebe Nora,
    so ein schönes, herzergreifendes, aber vor allem und das gefällt mir daran am besten: Solch ehrliche Worte!!!!!
    Das schätze ich sehr, sehr an Dir.
    Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es Dir geht. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen als meine Großeltern starben. Aber in all den Jahren habe ich gelernt und e r f a h r e n, daß sie in meinem Herzen weiterleben. Ich weiß z.B. nicht, wie oft ich täglich meinen Großvater zitiere und dann ist er da... zum Greifen nah. Er spricht aus mir.
    Es ist schrecklich, wenn junge Menschen sterben müssen. Vor allem für die Angehörigen und Kinder, - erst recht, wenn das plötzlich geschieht. Dennoch: Das Leben geht weiter. Auf andere Art und Weise, aber Gott gibt uns die Chance und schenkt uns jeden Tag ein neues Leben. Wir können verstehen lernen, später verzeihen und werden lieben was ist. Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich weiß, das immer jemand da ist der "sorgt". Zum Beispiel "Loslassen" hab ich mich erst diese Woche mit jemanden unterhalten der einen Burnout hinter sich hat und ein halbes Jahr nicht arbeiten konnte. "Das ging auch OHNE mich... das ging sogar sehr gut ohne mich... " nach einer kurzen Pause "... und deshalb mach ich mich jetzt nicht mehr verrückt!"

    Mach den nächsten Mülleimer auf meine liebes Pünktchen, und werf die Angst da hinein! Deckel druff!
    Für uns ist immer gesorgt, und jeder Mensch tut IMMER DAS BESTE WAS ER KANN. (Es gibt natürlich immer Mitmenschen die alles be- bzw. abwerten... aber die müssen auch noch ne Menge lernen, gell?!)

    Ich drück Dich und bin in Gedanken bei Dir - Du tust das BESTE!
    LG Bine

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  75. Ich bin berührt und beeindruckt. Diese Gedanken in Worte zu fassen und für alle die eigentlich "nur" Dekogedöns gucken wollen, aufzuschreiben, zeugt von Mut, Stärke und Größe.
    Meinen allergrößten Respekt und Dank für diese Worte.
    Kraft, Energie und Vertrauen in das Leben schickt dir unbekannterweise Simone

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  76. Liebe Nora!

    Ich möchte dir zu diesem Post danken. Du machst dir Gedanken wie viel dein Blog aushält. Meiner Meinung nach ist es gerade diese Ehrlichkeit, diese Natürlichkeit die dich ausmachen!
    Wir sind doch alle nur Menschen und alle leiden, trauern, lachen, weinen, freuen sich. Jeder auf eine andere, seine spezielle Art, aber jeder tut es, irgend wie. Es kann nicht immer alles glitzern und funkeln. Es ist nicht immer alles rosarot. Auch diese Momente, Momente des Zweifelns und der Angst sind Teil von uns allen. Manche verdrängen sie oder überspielen sie. Lassen kein "Mensch sein" zu. Doch ich finde das mehr als bedenklich.
    Was bleibt von uns, wenn wir gehen? War es wertvoll was und wie ich es gemacht habe? Das sind doch Fragen die jeder von uns sich sicher schon mal gestellt hat. Ich kann dich verstehen und deine Angst nachvollziehen!
    Es bleibt mir jetzt einfach nur dich gedanklich ganz fest zu drücken und dir viel Stärke und Kraft für dich und deiner Familie zu wünschen.

    Alles Liebe!
    Sonja (aus T.)

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  77. Liebe Nora,

    mir geht es wie dir, meine Angst vor dem Tod wird auch ständig stärker. Es fing vor 10 Jahren an, als mein bester Freund nur 1 Tag nach seiner Hochzeit mit 29 Jahren bei einem Verkehrsunfall tödl. verunglückte. Seine Frau wurde dabei schwer verletzt und kämpft heute noch vor Gericht um Entschädigung. Ein Lkw-Fahrer kam hinter einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und fuhr genau in sie rein. Sie hatten keine Chance. 1 Tag nach diesem Unfall starb dann auch noch die Oma meines Mannes. 1 Jahr darauf starb meine Tante 1 Tag vor ihrem Geburtstag. Meine Oma verkraftete den Tod ihrer Tochter nicht und starb genau 1 Jahr später.
    Am meisten hat mich jedoch der Tod meines Cousins im letzten Jahr mitgenommen. Er nahm sich mit nur 41 Jahren das Leben und hinterlies seine Frau und 4 kleine Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren. Die Frage nach dem "warum" beschäftigt mich noch heute und es gibt kein Tag an dem ich nicht daran denken muss. Immer wenn wir uns getroffen haben war er gut gelaunt, er hatte viele Freunde, war sehr gesselig und hat seine Kinder sehr geliebt. Warum haben wir nicht gemerkt, dass es ihm nicht gut ging? Warum merkte keiner was von seinen Problemen? Wie sollen die Kinder dies jemals verkraften? Ich habe selbst 3 Kinder im selben Alter und ich könnte mir schon ihretwegen nichts antun. Musste dann auch daran denken was aus meinen 3 werden würde, wenn mein Mann oder ich sterben würden. Als mein Mann dann auch noch im letzten Jahr ins Krankenhaus kam, da kam die Angst verstärkt zum Vorschein.

    Eigentlich sollte man lieber jeden Tag geniesen und das Beste daraus machen. Ich hoffe, dass der Gedanke an den Tod irgendwann auch mal wieder in den Hintergrund tritt. Und ich hoffe, dass meiner Familie noch viele gemeinsame glückliche Jahre bleiben.

    Vielen Dank für deine Gedanken und Worte!
    Ganz liebe Grüße und noch ein schönes, hoffentlich sorgenfreies Wochenende
    Martina

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  78. Liebe Nora, Danke, dass du dich geöffnet hast und uns diese Gedanken "zumutest". Ich finde, dass in unseren Blogs auch solche Dinge zur Sprache kommen müssen. Denn sie gehören ja zu unserem Leben dazu. Und Blogs nur mit Deko und Friede, Freude, Eierkuchen, die sind doch gar nicht lebendig.

    Ich hab jetzt Tränen in den Augen. Das Thema Tod... ich glaube, damit können nur sehr wenige Leute wirklich umgehen. Egal, ob es sich um junge oder alte Leute handelt, ob sie, wie man so schön sagt, erlöst werden oder ihr Leben mitten drin einfach abgebrochen wird, für die Zurückbleibenden wird wohl es eine Lücke geben, die sich nie wieder richtig schließen wird. Ganz prosaisch ausgedrückt: Es ist, ganz prosaisch, wie ein Loch im Socken. Das Leben stopft es irgendwann mit neuen Erlebnissen, neuen Menschen, die man kennen und lieben lernt. Aber ganz heil und wie neu wird die Socke/das Leben nie mehr sein. Erst tut es halt immer weh, wenn jemand Geliebtes starb. Dann nicht mehr jede Stunde, dann nicht mehr jeden Tag... Irgendwann wird aus dem bohrenden Schmerz Wehmut. Fehlen wird uns dieser Mensch immer, aber wir lernen, ohne ihn zu leben. Und das ist ja auch ganz gut so.

    Bisher hatte ich Glück, die Menschen, die ich gehen lassen musste, waren selber dazu bereit. Meine Freundin hat mich damals noch getröstet... Was man tun kann, wenn sich jemand sträubt, das kann ich dir auch nicht sagen. Vielleicht einfach zuhören, mit traurig sein...

    Jemanden begleiten, der gehen muss, das schafft man manchmal nicht alleine. Gibt es in deiner Nähe eine Hospiz-Bewegung? Bei uns ja, die haben mir sehr geholfen, als mein Vater starb. Einfach, wie die Frauen,mit denen ich sprach, so natürlich mit Tod und Sterben umgegangen sind, hat mir damals geholfen, auch wenn sie "praktisch" nichts für uns tun konnten.

    Was nach dem Tod mit einem passiert, weiß ich natürlich auch nicht. Ich hoffe, dass wir dann noch irgendwie da sind... Ein Bekannter von mir hatte aber ein Nah-Tod-Erlebnis nach einem Herzinfarkt. Er sagt, dass er nun keine Angst mehr vor dem Tod hat, weil es sehr schön gewesen sei...

    Liebe Nora, ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die nächste Zeit. Auch wenn es eine schwere Zeit ist, so kann sie doch auch schön sein. Das klingt jetzt irgendwie doof, ich weiß. Aber so war es, als mein Vater starb.

    Ursel

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  79. Liebe Nora Du schreibst mir aus der Seele! Diese Angst vor dem Sterben begleitet mich fast jeden Tag. Unbegründet...mein Leben ist wundervoll, alle meine Lieben sind gesund und trotzdem lasse ich meine Gedanken ständig um dieses Thema kreisen. Warum weiß ich nicht, es hat vor ca. 4 Jahren kurz nach der Geburt meiner Tochter begonnen und begleitet mich noch immer, mal mehr mal weniger stark. Eine Therapie habe ich auch schon gemacht, die schlimmen Gedanken sind leider geblieben. Es tut gut zu lesen, dass es ganz vielen genauso geht. Hab viel Kraft liebe Nora! gglg, Ela

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  80. Deine Worte habe mich sehr berührt und ich finde es sehr mutig, hier so offen und ehrlich darüber zu schreiben!

    Ganz liebe Grüße,
    Imke

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  81. Liebe Nora,
    falls du noch Energie hast nach all den vielen Kommentaren möchte ich dich ermuntern dir helfen zu lassen. Was du als Ursache beschreibst ist für mich schlüssig und es gibt gute Möglichkeiten Ängste loszulassen, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Es lohnt sich, dafür ein bisschen was zu tun, du weißt es sicher selbst.
    Was mir sehr bewusst wurde, seit meine Mutter zusehend schwächer wird, dass unsere Zeit wertvoll ist und wir sie nützen müssen, um ein erfülltes Leben zu haben. Einander sagen, dass wir uns lieben, was uns wichtig ist und war, was uns der andere geben konnte und Dinge klären, die zwischen uns stehen. Viele Menschen bedauern später nicht, was sie "falsch" gemacht haben, sondern was sie unterlassen haben im Zusammensein mit ihren Lieben. Aufrichtige Worte, Umarmungen können das Herz so sehr füllen mit Dankbarkeit und Liebe und wenn man das mit einem Menschen erlebt hat, kann das nie wieder verloren gehen. Es bleibt und ist immer da, auch wenn dieser Mensch gegangen ist. Ein Teil ist immer da, wenn wir es so wollen. Es ist mit unserem Herzen verbunden. Nütze die Zeit, die ihr noch miteinander habt, fühle die Dankbarkeit für das, was ihr miteinander erlebt habt, was euch reich gemacht hat an Erfahrung und Lebensinhalt. Es wird manches verändern!
    Alles Liebe von Herzen dir und deine Lieben
    Elisabeth

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  82. Liebe Nora!
    Wer sagt, dass dieser Blog nur schöne Bilder und Eindrücke vermitteln darf? Es ist Dein Blog, Du füllst ihn mit Herz und Seele und da kann nicht alles rosarot sein...
    Deine Worte haben mich sehr bewegt, sind mir doch ähnliche Gedanken auch schon häufig durch den Kopf gegangen. Und besonders im Moment. Kurz vor Weihnachten ist in unserem Bekanntenkreis ein 16jähriges Kind plötzlich verstorben und man fragt sich WARUM?! Es zeigt einem, dass schon morgen alles anders sein kann, dass man jeden Tag mit seinen Lieben genießen sollte und nichts für ewig ist und ja, es macht einem Angst... So wie Du abschließend schreibst, dürfen einen diesen Gedanken aber nicht lähmen sondern sollten uns das Leben auch im Alltag bewusst erleben lassen. Ich wünsche Dir viel Kraft für gute Gedanken und dafür, einen geliebten Menschen gehen zu lassen wenn es an der Zeit ist. Ganz liebe Grüße aus dem Norden, Ina

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  83. Liebe Nora, ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen und ich finde sie auch seeeehr wichtig durchzustehen, auszuhalten. Oftmals ausgelöst durch ein bestimmtes Ereignis fahren diese Gedanken die Krallen aus und wir müssen aufpassen das sie uns nicht gefangen nehmen. Sicherlich tut unser Alter (sorry ;-) ) auch seines dazu. Die Lebensmitte, die Wende- bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Durch eine chronische Erkrankung setze ich mich immer mal wieder damit auseinander. Manchmal mit Angst, manchmal nicht......Schritt für Schritt versuche ich diesen Prozess zu durchlaufen. Und das wünsche ich dir auch. Die Geduld das du für diese Auseinandersetzung Zeit brauchst. Das geht nicht mal nebenher und bedeutet sicher auch manche Tränen sich mit dieser Endgültigkeit und den Gedanken ob man alles gut hinterlassen würde auseinander zu setzen. Ich wünsche dir (und uns allen) dazu die nötige Kraft und auch Zuversicht. Liebe Grüße, Ina

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  84. Liebe Nora!
    Gut, dass Du Dir einiges von der Seele geschrieben hast. Das hilft manchmal schon. Du hast schwierige Zeiten durchgemacht, aber dann wurde doch alles wieder gut. Was die Urgrossmutter angeht, tut es mir zwar leid, aber dennoch denke ich dass das Sterben ein Teil des Lebens ist. Wenn man entsprechend alt wird, kann man eigentlich nicht meckern. Man hatte eine lange Lebens-Zeit. Wische angstvolle Gedanken weg, man muss sich das auch mal erlauben. Ich bin auch ein Mensch, der sich immer viele Sorgen macht (wenn auch nicht ums Sterben). Neulich habe ich einen Spruch gelesen, denn ich mir absichtlich gemerkt habe, denn ich finde er hilft. Der Spruch war in Englisch: "Fear means to forget that everything is alright." Ich hoffe, das hilft ein bisschen.

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  85. Liebe Nora,

    ich habe es von Anfang bis Ende gelesen.
    Erstmal wünsche ich der Urgroßmutter alles Liebe und Gute... ach, was soll man dazu sagen...
    Ich habe mich schon öfter intensiv mit dem Thema Tod beschäftigen müssen.
    Als meine seinerzeit beste Freundin vor 22 Jahren starb...viele Monate danach war ich wohl depressiv...
    Hatte mich mit der Freundin zu Lebzeiten aber gut über das Thema unterhalten können (also als sie schon wusste, sie wird sterben). Ich bedauerte allerdings sehr, sie nicht nochmals im KH besucht zu haben, obwohl sie mich darum gebeten hatte. Ich ahnte da nicht, dass es so schnell zu Ende gehen würde. Das war hinterher nicht schön.
    Etwas später starb meine Oma. Auch dort schaffte ich es nicht mehr, sie im KH zu besuchen... auch da dachte ich wieder nicht, dass sie so schnell sterben könnte.... Wieder hatte ich damit zu tun...
    Vor knapp 6 Jahren starb meine Mutter - viel zu früh - und die Umstände Ihres Todes sind irgendwie auch tragisch...
    Diese 4 Wochen, in denen sie im Sterben lag, war eine ganz, ganz furchtbare Zeit. Das Leben um uns herum ging weiter und meine Mutter lag da und starb. Sie war ein zu junggebliebener und jugendlicher Typ und immer so unternehmungslustig und freiheitsliebend, es war ganz furchtbar, sie diese letzten Wochen so gefesselt ans Bett zu sehen... Auch da hätte ich sie gern einmal noch mehr gesehen. Gerade in den letzten Tagen dachte ich so, dass ich sie "dies" (es war irgendeine bestimmte Sache) doch gerne noch mal gefragt hätte... Wenn ich dann daran denke, dass es nicht mehr möglich ist... das ist ganz schrecklich und treibt mir heute noch die Tränen in die Augen.
    Vor 2 Jahren starb meine Kindheitsfreundin - natürlich auch viel zu jung.
    Ich denke auch oft über den Tod nach und kann auch heute noch immer nicht so gut damit umgehen. Ich finde das ein ganz schreckliches Thema, es ist so etwas Endgültiges, das man so gar nicht fassen kann...

    Ich finde es schön, dass du dieses Thema aufgegriffen hast und finde auch, dass du es deinen Lesern zumuten kannst.
    So erwachsen genug muss man ja wiederum auch sein, um das ertragen zu können.
    Denn es gehört leider zum Leben dazu, auch wenn man es nicht so recht akzeptieren möchte.

    Ich wünsch dir auch alles Liebe und Gute.

    Viele Grüße von Ann

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  86. Hallo Nora
    Solche Gedanken und Gefühle hat, glaube ich, Jeder ab und zu. Da das Sterben und der Tod sind zu einem Tabuthema in unserer Gesellschaft entwickelt hat sprechen wir leider nicht mehr darüber und gauckeln uns ewiges Leben vor. Es ist absolut normal über das Lebensende nachzudenken und traurig zu sein, was man zurücklassen wird. Wir können uns aber auch freuen, dass wir etwas zurück lassen und unser Leben so leben, dass dies etwas Gutes sein wird.
    Grüess Pascale

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  87. Hallo liebe Nora,auch ich habe einen lieben Menschen am 23.12.13 beerdigen müssen , meinen Vater. Auch für uns ist es im Moment eine schlimme Zeit,und ich verstehe dich und deine Gedanken . Auch mir geht im Moment soviel durch den Kopf , aber man muß wirklich nach vorne sehen sonst macht man sich total verrückt,hatte alles schon mal durchgemacht als meine Mutter mit 53 jahren gestorben ist sie war noch sehr jung und das ist jetzt schon 26 jahre her.
    Ich wünsche dir viel kraft ,es grüßt dich Angelika

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  88. DANKE!!!! Mach so ehrlich weiter!!!!
    Ich schick Euch ALLEN ganz viel Kraft zum Aushalten und Loslassen können!!

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  89. Seelensachen sind eben nicht nur immer glückliche. Dass du auch das Schwere teilst, finde ich sehr mutig von dir. Und ich bin sicher, dass du hier ein warmes Echo haben und keine bösen Worte hören wirst, auch ohne die anderen Kommentare gelesen zu haben.
    Letzten März ist völlig überraschend meine Mutter gestorben. Sie war 87, aber gut beisammen. Mit dem Kopf weiß man, dass solch ein Ereignis früher oder später eintreten muss, mit dem Herzen glaubt man, alles geht ewig so weiter, wie man es kennt und liebt. Sie hatte schon viele Jahre sehr große Angst vor dem Tod, also war dieses rasche, unerwartete Gehendürfen für sie selbst eine Gnade, für uns ein umso größerer Schock. Und ich gebe zu, dass dieser immer noch und immer wieder in mir nachbebt und oft in völlig unerwarteten Momenten zuschlägt. Ich versuche, das wegzuschieben. Nicht zu verdrängen, denn im Untergrund richtet es sicher mehr Schaden an. Nein, kräftig wegzuschieben. Ich sage mir, ich habe Angst, das weiß ich - aber jetzt ist jetzt. Jetzt, das ist der einzige Moment, der zählt und nicht die Vergangenheit und auch nicht die Zukunft. Und JETZT bin ich da und wohlauf und alle meine Lieben auch. Und was der nächste Moment bringt, das werde ich sehen, wenn es soweit ist.
    Mir hilft dieses Leben im Jetzt sehr.
    Und noch etwas anderes: vor sechs Jahren ist ein mir sehr, sehr lieber und naher Mensch gestorben. Er hatte Lungenkrebs - von der Diagnose bis zu seinem Tod dauerte es exakt sechs Wochen. Sechs Wochen in denen ich so viel wie nur irgend möglich an seinem Bett gesessen bin. Auch im Moment des Todes war ich anwesend. Wenige Stunden zuvor hatte ich ihn ermutigt, diesen Sprung zu wagen. Da hatte er seine Augen schon längere Zeit geschlossen gehabt, sie aber dann noch einmal geöffnet und mich wortlos und intensiv angesehen. Am selben Abend war es dann soweit. Und weißt du was: ich hatte das haarscharf selbe intensive und geradezu euphorische Gefühl wie bei der Geburt meiner drei Kinder. Als ich anderen die Nachricht überbrachte, habe ich es nicht voll Schmerz getan, sondern in einem Zustand des Glücks. Ich weiß, dass das verrückt klingt, aber genauso habe ich es eben erlebt. Trauer und Abschiedsschmerz sind erst später gekommen, aber auch da hatte ich das Gefühl, dass es IHM jedenfalls gutgeht. Und das war doch sehr tröstlich.
    Vielleicht hilft dir das ein wenig.
    Und übrigens: mein Vater wird seit dem Tod meiner Mutter auch von einer 24Stunden-Pflege betreut. Er ist fast 92 und könnte unmöglich alleine sein. Ich kann darüber nur das Beste berichten. Es sind liebevolle Frauen, die ihn bestens pflegen und die auch den Haushalt nicht nur toll in Schuss halten, sondern mit einer jungen, frischen Energie füllen, was ihm und uns allen sehr gut bekommt.

    Ursula

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  90. Ein richtiger Seelenpost, liebe Nora, der mich gefesselt und bewegt hat.
    Meine Antwort darauf heisst schlicht "vertrauen" das traurige am Sterben sind nur die Hinterbliebenen.
    Derjenige der geht, wird es mit einem Lächeln tun!
    Ich habe damals meine 96jährige Grossmutter beim Sterben begleitet und viel mit ihr darüber geredet.
    Vertraue!
    Lg Carmen

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  91. Liebe Nora,
    nur so viel: egal, was Du uns vor die Füße wirfst - ich werde wieder kommen, zu Deinem Blog, zu Dir... weil das alles LEBEN ist, mit schwarz und weiss... und ich möchte NIRGENDS nur weiss sehen, denn das kann ich nicht glauben - ich möchte das ECHTE Leben sehen, mit schwarz, weiss und all dem grau dazwischen... so wie jetzt bei Dir!
    Ich wünsche Dir, dass aus diesen "GedankenSchlecht" etwas positives zurückbleibt!
    Fühl Dich gedrückt
    Charlotte

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  92. Liebe Nora

    Man kann Dich total verstehen. So ging es mir auch schon oft. Angefangen als mein Papa in meinen Armen mit nur 49 Jahren gestorben ist. Ein Jahr später meine geliebte Oma von heute auf morgen. Montags waren wir noch schön Bummeln in der Stadt, Dienstags war sie Tod. Innerhalb der darauffolgenden 4 Jahre haben wir jedes Jahr einen aus unserer Familie verloren. In dieser zeit habe ich mich oft gefragt; Wer ist als nächstes dran ? Was wenn mir auch sowas passieren sollte ? Ich habe aber daraus gelernt wirklich jeden Tag zu genießen. Ich habe gesehen und miterlebt wie schnell so ein Leben vorbei sein kann.....
    Ich Drück Dich unbekannterweise mal ganz Lieb Nora

    GLG Andrea

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  93. Liebe Nora, auch ich bin sehr berührt von deinem heutigen Post. Mir sind die Tränen nur so heruntergelaufen, weine jetzt noch...aber ich möchte schreiben. Ich lese sehr oft deine Posts, habe auch noch nie geschrieben, heute muss es sein. Dein Post hat mich so tief berührt, und meine Ängste wieder rausgelassen. Ja, ich habe auch sehr viele Ängste....täglich, immer wieder.
    Ich habe in meinem Leben schon einige sehr liebe Menschen verloren, konnte an ihrem Grab weinen und meine Trauer zulassen. Mein Vater starb einige Tage vor Weihnachten vor 13 Jahren. Wir telefonierten immer am Heiligen Abend....seitdem denke ich oft, warum ruft er nicht an?? Ich besuche sein Grab nicht so oft, aber ich denke sehr sehr oft an ihn....ich brauche dafür nicht an seinem Grab stehen.

    Morgen sind es 8 Monate, daß mein Lebensgefährte starb. Durch seinen Tod bin ich in eine tiefe Verzeiflung gefallen. Durch seine Schuld habe ich alles verloren....im November wären wir 8 Jahre zusammen gewesen. Eine lange Zeit, man glaubt, man kennt den anderen. Nur hatte er mir so vieles verschwiegen. Er hatte mir verschwiegen, daß es um sein Hotel-Restaurant schlecht stand, hat mich aber trotzdem dazu gebracht, meinen Arbeitsplatz nach langen Jahren aufzugeben, um das Lädchen zu eröffnen und zu führen. Hat meine Gutgläubigkeit ausgenutzt, als ich das erkannt hatte, war es zu spät....Gut zwei Jahre habe ich mit ihm zusammengelebt, davon hat er mich 1,5 Jahre mit einer anderen betrogen. Tagsüber, er hatte ja Zeit und ich war im Geschäft.....
    Zwei Tage nach seinem Tod bekam ich Besuch vom Zwangsverwalter seiner Bank, ich wurde aufgefordert, innerhalb von 24 Stunden die Wohnung im Hotel zu verlassen, samt meinen Sachen. Hätte mein ältester Sohn mich nicht aufgenommen....ich hätte nicht gewusst, wohin ......
    Vieles habe ich nach seinem Tod noch erfahren, was er mir alles verschwiegen hatte, mir verheimlicht hatte....das kann ich ihm über den Tod hinaus nicht verzeihen, ich kann bis heute keine Trauer empfinden. Vielleicht verstehst du das nicht, ich erschrecke mich selber oft deswegen.
    Wir haben auch viel Schönes erlebt, in der Zeit als wir getrennte Wohnungen hatten, aber die letzten Monate waren sehr unschön . Ich habe fast alle Bilder gelöscht, nur die Erinnerung in meinem Kopf kann ich nicht löschen.

    Liebe Nora, ich wollte dich nicht mit meinem Seelenmüll belasten. Ich musste es rauslassen....

    Es ist so wichtig, daß man um liebe Menschen trauern kann, wenn sie uns verlassen haben, sich an die vielen schönen Momente erinnern kann.....

    Ich wünsche dir und deiner Famile alle Kraft, diese schwere Zeit zu leben....alles alles Gute und Liebe für euch.

    Ulrike

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  94. Liebe Nora,
    ich finde es ganz mutig, dass du so etwas postest. Ich habe ähnliche Entwürfe in meinem Blog, poste sie jedoch so gut wie nie... Jedoch hast du Recht - es sollte doch auch etwas auf einem Blog Platz haben, das nicht nur ein Friede-Freude-Eierkuchen-Leben darstellt.
    Zum Inhalt kann ich leider gut mit dir mitfühlen, ich zerdenke auch ziemlich viel und habe schon vor Jahren viele Tränen vergossen, nur weil ich daran denke, dass jemand aus meiner nahen Familie mal sterben könnte. Ich kannte viele (zu) junge Menschen, die gestorben sind und das ist für mich einfach nicht begreiflich. Daher möchte ich auch immer versuchen, das Leben so zu leben, als könnte es jeden Moment vorbei sein, aber das ist leider ziemlich schwer irgendwie...

    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft... Liebe Grüße, Becci

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  95. Liebe Nora,

    ich verfolge Deinen Blog jetzt seit ein paar Wochen und finde ihn wunderschön. Deine offenen Worte haben mich sehr bewegt. Ich saß vor meinem PC mit Tränen in den Augen. Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit.
    Alles Liebe, Pia

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  96. Wow, liebe Nora, das hast du wunderschön geschrieben und den Nagel voll auf den Kopf getroffen.
    Du schaffst das schon und ich wünsche euch viel Kraft und Optimismus.
    liebe Grüsse Sibylle

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  97. Liebe Nora,
    ich lese dich schon länger und war überrascht über die ungewöhnlichen und sehr mutigen und ehrlichen Worte von dir.
    Einfach nur, weil ich es nicht gewohnt bin und schöne Fotos erwartet hatte. Ich denke, deine Gefühle und Gedanken haben viele. Ich jedenfalls habe mich schon in manc her schlaflosen Nacht gefragt, was ist wenn...Vor allem der November ist so ein Monat für trübe Gedanken.Ich versuche , bewusst mein Leben zu genießen und dankbar für alles zu sein. Aber in so einer Situation, wenn man mit Krankheit und Tod konfrontiert wird, kann man keine Dankbarkeit empfinden, weil der Schmerz einfach zu groß ist.
    Ich wünsche dir ganz viel Mut, Ruhe und Kraft.
    Alles Liebe, Sabina

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  98. Liebe Nora,

    dieser Blog war so ehrlich und ich bewundere dich, dass du diesen schreiben konntest, trotz dieser großen Angst. Ich kann dich nur zu gut verstehen, wie es dir geht, wir mussten in sehr kurzer Zeit auch Abschied von meinen Schwiegereltern nehmen. Trotz Krankheit und Alter ist dies nicht leicht - auch ich hab noch eine 103 Jahre alte Oma, wo ich immer noch hoffe, dass sie noch lange unter uns weilt. Leider ist der Mensch sterblich - aber es gibt eine ganz, ganz große Hoffnung. Gott hat den Menschen nicht geschaffen, um zu sterben, sondern damit er ewig lebt. Gott hat seinen Sohn in diese Welt gesandt - das haben wir zu Weihnachten ja gefeiert - und noch besser ist dann das Osterfest, denn durch den Tod Jesu sind wir versöhnt mit Gott und können einmal ewig in einer besseren "Welt" leben. Vielleicht klingt es für dich komisch, aber das ist glaub ich der einzige Trost, wenn wir einen Menschen verlieren - bei uns war das so. Dieser Glaube nimmt auch die Angst vor dem Sterben, weil wir wissen, dass es noch einen gibt, der über allem steht und uns bewahrt. Wenn du eine Bibel hast, lies das Johannesevangelium - hier steht sehr viel zur Ermutigung drin! Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du diesen Frieden finden kannst und dann dein Leben in Gelassenheit und Freude leben kannst - das wollte ich dir zur Ermutigung schreiben!

    Ganz ganz liebe Grüße
    Evelyn

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  99. Liebe Nora!
    Ich finde es sehr ermutigend, dass du so offen und ehrlich bist, obwohl du nicht weisst, welche Reaktionen du auf deinen Post bekommst. Durch meinen Beruf ( Krankenschwester in einer Psychiatrie) und persönliche Erfahrungen war und bin ich immer wieder mit dem Thema Tod konfrontiert.. Ich kann deine Ängste und Unsicherheit vor dem Tod und wie es danach weitergeht gut verstehen.
    Ich glaube, dass Gott mein Leben in seiner Hand hält und ich ihm vertrauen kann, dass er Gutes für mich hat. Dies hab ich echt schon so oft erlebt. Natürlich gibt es immer wieder schwierige Situationen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss und ich manchmal auch nicht weiss, wohin alles führt. Aber ich weiss, dass ich Gott mein Leben anvertraut habe und dass er für mich sorgt. Dies gillt auch, wenn ich einmal Sterbe. Ich weiss, dass ich in den Himmel komme und dass es dort kein Leid mehr gibt. Natürlich fragt man sich manchmal, warum Gott manches zulässt, aber ich weiss, dass jeder Mensch einen freien Willen hat und vieles selbst entscheiden kann. Und ich weiss auch aus eigener Erfahrung, dass Gott aus Schlechtem Gutes machen kann; wenn wir es zulassen.
    Außerdem glaube ich, dass es gut für uns ist, wenn wir an den Punkt kommen, wo wir uns mit dem Thema Tod und Leben auseinandersetzen und uns für oder gegen Gott entscheiden.
    Und da ist es wurscht, was wir für Erfahrungen mit unseren Mitmenschen gemacht haben; es geht um unser Leben und unsere Entscheidung.
    Ich jedenfalls habe meine Entscheidung nie bereut!
    Nora; ich wünsche dir von Herzen, dass du die Antworten findest, die du suchst und dass deine Gedanken zur Ruhe kommen.

    Alles Liebe, Marion

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  100. Liebe Nora,

    alles wichtige ist bereits mehrfah gesagt - ich drück Dich nur und will Dir danke für Deine Offenheit sagen!

    Für die kommende Zeit wünsche ich Dir Mut und Kraft.

    Von Herzen
    Evelyn

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  101. liebe nora,
    hut ab vor deiner ehrlichkeit, deinen gedanken und ängsten. ich arbeite als aromatherapeutin und sterbe-/trauerbegleiterin auf der palliative-care station unseres krankenhauses. ich erlebe vieles und du beschreibst in deinen offenen und ehrlichen worten all das was dich beschäftigt - was all die menschen beschäftigt - patienten wie angehörige. es aufzuschreiben und mitzuteilen ist ein guter weg um loszulassen und um uns allen auch aufzuzeigen, dass wir endlich sind, wann auch immer das sein wird. ich wünsche dir kraft in dieser schwierigen zeit!
    elly

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  102. Hallo!
    Ich bin in der Adventszeit auf diesen wundervollen Blog mit sehr schönen und wohltuenden Bildern gestosen. Besonders die Weihnachtlichen Bilder haben mir kleine Lichtblicke in meine Trauer um meine Mutter die sich vor ca.6 Monaten das Leben genommen hat gegeben.
    Tod ist leider ein Tabu Thema und ich finde es sehr gut das du offen darüber Schreibst. Man weiß nicht was kommen wird und das macht einem auch sehr große Angst. Durch den Tod eines geliebten Menschen werden die kleinen Dinge des Lebens wieder viel wichtiger Gesundheit, Familie, gute Freunde, ein Dach über dem Kopf und täglich etwas zum essen. Ich wünsche dir viel Kraft in dieser Schweren Zeit! Man darf sich auch Hilfe hohlen oder helfen lassen durch Therapeuten, Selbsthilfe Gruppen ..... Grüße Lisa

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  103. Liebe Nora,
    mit Worten ist es mir schwer, dir jetzt und hier zu helfen. Allzugern würde ich es tun, dich im Arm halten - obwohl wir uns nicht persönlich kennen - ... dir einfach versuchen zu helfen. Deine Worte und Gedanken rund um das Leben, den Tod, das Sein ...ich kann es sehr gut nachvollziehn. Auch ich musste schon geliebte Menschen gehen lassen und fragte nach dem WARUM? Das Leben geht weiter ... es muss. Eine Hilfe anzunehmen, zeugt nicht von Schwäche ... nein! es zeugt meiner Meinung nach nach sehr viel Stärke; denn du willst aus dem Tief heraus.
    Viele liebe und tröstende Worte begleiten dich ... Ich wünsche dir ganz viel Stärke.
    Einen lieben Gruß, Kerstin

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  104. Liebe Nora, gerade habe ich deine Zeilen gelesen und sitze nun hier und weine. Was du geschrieben hast, hat mich tief
    berührt. Im Oktober habe ich meine Mutter im 81 Jahr ihres Lebens verloren, sie war seit eineinhalb Jahren schwer
    Dement und am Ende ein kleines Häuflein Elend, und wie du habe ich mich oft gefragt wie ihr sagen kann, das sie los-
    lassen darf. Ich habe dann meinen Mut zusammen genommen und ihr gesagt, das sie beruhigt gehen darf.Danach ist sie eingeschlafen, ganz schnell, ich hatte das Gefühl, sie hat darauf gewartet, diese Worte zu hören. Wir haben uns an den Händen gehalten und ihr gelebtes Leben ist noch einmal an mir vorbei gelaufen. Ich habe seit diesem Moment weniger Angst vor dem Tod, denn ich kenne die Gedanken, die du beschreibst nur allzugut. Bin auch ein begnadeter "Zerdenker", verderbe mir damit manchen schönen Moment.Meine Trauer um sie ist groß, aber die schrecklichen Gedanken um ihren Zustand vor dem sterben waren noch schlimmer. Die Angst noch einen geliebten Menschen zu verlieren ist aber nach wie vor groß.
    Im Jahr 2006 hat mein Mann eine Hirnblutung und einen Schlaganfall erlitten im Alter von 51 Jahren, ich pflege ihn hier zuhause. Seit diesem Tag ist die Angst so groß, das ich oft Sorge habe das es mich zermürbt, gehe immer vom schlimmsten aus, male mir oft die schrecklichsten Szenarien aus. Nicht gut für mich ! Darum haben mich deine Zeilen so sehr berührt. Zu hören, da ist jemand, dem geht es ähnlich. Jemand für den das Leben nicht nur ein einziger Spaß ist. Danke dafür, ich hoffe für dich und deine Lieben das ihr diesen schweren Weg zusammen bewältigen werdet. Man schafft das zusammen, ich erlebe es selbst immer wieder.
    Im November habe ich deinen Blog entdeckt, und er hat mich durch eine ziemliche traurige Adventszeit gerettet :)
    Die schönen Bilder, die Berichte über deinen Hund haben mich sehr oft aufgemuntert (habe eine Bernersennendame,die mich immer raus in die Natur bringt, wenn die Gedanken schwer sind).
    Ganz viele herzliche Grüße von der Nordsee ( habe gesehen du warst auf Amrum :) )
    Sabine

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  105. Gut gemacht, du bist nicht allein, wie du siehst, und deine Leser halten es aus, wenn du darueber schreibst, was dich bewegt. Was mir in so einer Zeit geholfen hat waren meine Kinder, sie gaben mir Perspektive. Wenn jemand so sehr leidet und vieleicht stirbt, hilft es der Person, einfach da zu sein, und ich denke, auch zu signalisieren, dass alles ok ist, dass ihr Mann von euch nicht allein gelassen wird und ihr euch kuemmert, das es ok ist loszulassen. So habe ich es damals versucht, als meine Mutter im Sterben lag. Schreien und weinen kannt du, wenn du allein wieder zuhause/im Auto bist.Ich denke, es hilft, wenn man sich selber mehr als Statisten sieht, der versucht, es der kranken Person und den unmittelbaren Angehoerigen leichter zu machen. Das gibt einem die Kraft, alles durchzustehen, weil man es fuer Menschen macht, den/die man liebt. Du wirst sehen, wieviel Kraft du hast, es ist ganz erstaunlich! Deine Aengste sind ganz normal, denke ich, ich habe genau die gleichen Gedanken, koennte sie nur nie so gut aufschreiben. Ich wuensche euch alles Gute,
    Susanne

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  106. Hallo liebe Nora,

    ich empfinde ganz tief mit Dir und allen anderen, die sich hier zu Wort gemeldet haben.

    Solange ich denken kann, beschäftige ich mich mit dem Tod...also seit frühesten Kindertagen. Warum? Ich weiß es nicht. Doch es ist ein ganz allmählicher Reifungsprozess, in dem ich mich befinde mit allen Höhen und Tiefen.

    Viele sehr wertvolle Gedanken hierzu habe ich in dem Buch "Zuhause in Gott" von N. Walsh erhalten. Es ist sozusagen zu einem meiner Handbücher geworden.

    In Gedanken drücke ich Dich ganz lieb und schenke Dir Herzenswärme und ein wohliges Gefühl.

    Deine Birgit

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  107. Bezüglich Sterben und Tod sitzen wir alle im selben Boot...
    Und ist es nicht die größte "Seelensache", die uns Menschen verbindet?

    Trost und Kraft von einer treuen Seelensachen-Leserin

    Freyja

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  108. Liebe Nora,
    mein erster Kommentar bei Dir... irgendwie habe ich gerade jetzt das Bedürfnis Dir ein Buch zu enpfehlen. Auch wenn das schon mehr Deiner Leser getan haben.
    Regelmäßig lese ich das Buch über Lotti Latrous: "Madame Lotti"-ein Doppelband über eine Schweizerin, die in einem Elendsviertel in Westafrika u. a. ein Sterbespital aufgebaut hat.
    Es lässt manches Päckchen, das man zu tragen hat, leichter werden. Und es befasst sich mit Afrika, Aids, aber auch mit dem Tod, dem Abschied nehmen,... und wenn bei mir Angst vor dem Tod aufkommen würde, dann würde ich dieses Buch zur Hand nehmen, um mir vor Augen zu führen, dass der Tod oft friedlich zu kommen scheint.

    Ich tröste mich immer mit dem Gedanken: Wichtig ist nicht wie lange man lebt, sondern dass man geliebt wurde und geliebt hat. Dieses Geschenk erhält leider nicht jeder Mensch.

    Viel Kraft, liebe Nora, wünsche ich Dir und Deiner Familie, diese schwere Zeit durchzustehen.

    Liebe Grüße E.

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  109. Meine liebste Nora, es ist viel geschrieben worden und es ist wunderbar, zu sehen, was sich BEWEGT, wenn wir uns authentisch zeigen. Durch unseren ganz persönlichen (nicht so öffentlichen Austausch) weißt Du um die Dinge, die auch mich bewegt haben, immer wieder bewegen... und ich um Deine. Und trotzdem wollte ich Stück weit ENERGIE auch hier unter diesem Post schwingen lassen. Im November hatte ich ja die Seminarassistenz bei dem Trauerseminar. Ein Seminar für Menschen, die Sterbende begleiten wollen und dessen Aufgabe es an diesem Wochenendseminar war, sich mit ihrem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Was bislang in der Ausbildung der Sterbebegleitung die Theorie war, wurde in diesen Momenten zum FÜHLBARen... das war nicht einfach für die Teilnehmer/innen, aber auch ich selbst bin natürlich noch mal auf eine ganz andere Art in Berührung mit `meinen Themen` gekommen. Das bleibt nicht aus, wir gehen immer weiter, die Wandlung vollzieht sich das ganze Leben lang. Manchmal denken wir, durch Themen durchgegangen zu SEIN, Schmerz & Trauer losgelassen zu haben und dennoch tauchen hin und wieder kleine Sequenzen wieder auf. Schicht für Schicht lösen wir uns von dem was wir loslassen wollen. Insofern war in der Zeit nach diesem Seminar das Thema Tod/Abschied sehr präsent. Sowohl auf der Ebene der Sterbens im Familiensystem... Du weißt es.. und jetzt zum Ende des Jahres noch mal eine ganz andere Ebene - ein Wandlungsgeschehen, wo es darum ging alte Strukturen gehen zu lassen - für den Neubeginn, die Heilarbeit auf einer neuen Ebene. Das machte innerlich ein Infragestellen aller bisher gewohnten Abläufe unumgänglich, also quasi der kleine Tod des Ich´s... das war ein schmerzhafter, tiefer innerer Prozess (den ich anfänglich vom Kopf her gar nicht begreifen konnte - Chaos auf allen Ebenen) , aber es war gut und vor allem heilsam da durch zu gehen. Und jaaa in diesen Prozessen fühlen wir die pure Angst, doch dann wiederum auch ein EingebundenSEIN in dieses Göttliche, das Universelle. Dies erforderte für mich wiederum ein komplettes Ausschalten aller äußeren Dinge, ein `reduzieren` auf das Herz, eine innere Einkehr und ein Wiederfinden meiner Kraft ...
    morgen starte ich nun wieder kraftvoll in das stinknormale Alltagsgeschehen und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal wirklich so eine VorFREUDE auf die Arbeit hatte... viel zu sehr fühlte ich mich ausgebrannt, hatte eher den Funktioniermodus angeknipst, doch nun ist das die PURe Freude auf das Kommende.

    Meine Liebe, ich bin da, wenn Du mich brauchst !!! Licht & Liebe für Dich und Deinen Prozess <3

    Bussi Deine Steffi

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  110. Liebe Nora,
    sehr nachdenklich und berührt sitze ich jetzt hier und denke über Deine Worte nach. Sie sind so ehrlich und tiefgründig und ich (auch leider viel zu oft ein Denker und Grübler) kann mir gut vorstellen, wie es in Dir aussieht. Besonders als Mutter schleichen sich diese Gedanken oft hier und da einmal in den Alltag ein und wirken erdrückend und beängstigend. Vor kurzem erst saß ich gemeinsam mit meinem 7-jährigen Sohn zusammen, er erzählte mir von seinem Traum der letzten Nacht. Er träumte, ich sei gestorben und stand mit zittriger Stimme vor mir. Beide saßen wir am Küchentisch und mussten weinen, da uns diese Vorstellung einfach so unerträglich erscheint. Und dann haben wir die Sichtweise geändert und uns gesagt, wie schön es ist, daß wir uns haben und daß wir uns noch ganze lange haben werden und diese Zeit schätzen und uns darauf freuen. Es ist der Lauf der Dinge, die Sichtweise kann man aber für sich gestalten. Diese Ängste zeigen uns, das wir leben, das wir fühlen und empfinden!
    Vor knapp 2 Jahren ist mein Schwiegerpapa gestorben, ohne seinen neugeborenen Enkel so richtig aufwachsen sehen zu können. Wir waren in jeder freien Minute bei ihm im KH, haben an seinem Bett geweint und (was ich rückblickend als sehr beruhigend empfinde) viel gelacht, als meine Schwiegermama von früheren Zeiten und lustigen gemeinsamen Erlebnissen berichtete. Für manche mag es befremdlich klingen, am Sterbebett auch lachen zu können. Uns hat es in dieser Zeit getragen und uns den Abschied "erleichtert". Dingen, die in der Zukunft ja unwillkürlich einmal
    auf mich zukommen werden, kann ich mich trotz allem nicht gedanklich stellen, sondern fürchte mich davor und verdränge! Ich versuche einfach, diesen Gedanken keinen Raum in meinem Leben einzuräumen und positiv zu denken.
    Ich hoffe sehr, daß auch Du Dinge findest, die Dich durch die aktuell schwere Zeit tragen können. Ich wünsche Dir und Deiner Familie von Herzen alles Liebe.
    Julia

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  111. Liebe Nora,
    sehr berührend, sehr ehrlich und menschlich! DANKE!
    Wünsche dir, deiner Familie und überhaupt allen viel viel Kraft auf diesem Weg!
    Obwohl ich kaum in die Kirche gehe, bin ich doch sehr gläubig! Sowas wie einen Gott, manche nennen ihn nur anders, gibt es! Und es gibt nichts, was einfach nur so geschieht! Alles hat seinen Grund...obwohl wer diesen oft nicht verstehen können oder wollen! Ich zähle mich auch dazu!
    Solange dir dieser Gott diese Hülle, deinen Körper, gibt...lebe dein Leben in vollen Zügen! Nimmt er dir diese Hülle irgendwann einmal...hab keine Angst...es geht weiter!
    Kennst du das Buch "Die Hütte" von William Paul Young ...sehr sehr empfehlenswert!
    Liebe Grüße Caty

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  112. Liebe Nora,
    ehrlich gesagt, musste ich erstmal deinen Post verdauen ist nicht das richtige Wort.Ähm.. drüber nachdenken.Ich hatte wie so manch Deiner Leser Tränen in den Augen. Der Text und deine Offenheit ist sehr rührend.
    Selten bis gar nicht mache ich mir Gedanken über den Tod. Seit dem ich eine kleine Tochter habe und einen Mann beschäftige ich mich ab und an damit. Ja ich habe Angst davor, aber eher so, was pasiiert damit mit meinen Lieben?! Sie werden Ihr Leben weiterleben...irgendwann...und ich? wenns umgekehrt kommt..komme ich damit klar alleine zu sein? Würd jeden wirklich nur das Päckchen geschnürrt, was er tragen kann? das bezweifele ich sehr. Aber zum glück habe ich diese Gedanken sehr selten und dann denke ich eher: genieße jeden Moment, der mir mit meinen Lieben vergönnt ist! Denn eigtlich ist das das Beste. Wir alle sollten das Leben genißen und auskosten. Wir verschweden viel Zeit mit Denken und Problemen, die zum Teil selbstgeschaffen sind. Zum Kotzen ist es, aber auch ich kann selten aus meiner Haut.
    Ich hoffe sehr, assdie vielen Komentare und liebe Worte Dich ins positive ziehen können, denn die Zeit, die Du mit den negative Gedanken verbringst, damt verschwenderst Du Zeit. Deine wertvolle Zeit!

    Unsere Zeit ist endlich und die sollten wir genießen, in vollen Zügen!

    Fühl Dich ganz doll gedrückt!
    Deine Evi

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  113. Liebe Nora, Du fühlst, wie so viele fühlen. Wir. Es gibt keine (ausreichenden) Antworten auf deine Fragen. Nur individuelle Erfahrungen und Hoffnungen , die uns durch die Tage und Nächte unseres Lebens geleiten.

    Mein Blog war letztes Jahr aus ähnlich menschlichen Gründen fast fünf Monate außer Betrieb. Weil ich keine Worte gefunden hatte. Die Angst übermächtig war. Heute zehre ich aus den positiven Erfahrungen aus dieser kalten Zeit. Aus den warmen Händen, die meine gehalten haben. Aus den überraschenden Liebkosungen, die ich fast nicht zulassen konnte, weil sie so weh taten. Ich konnte ganz viel Kraft mitnehmen. Und Hoffnung. Die wünsche ich Dir nun auch. Dass Du zulassen kannst, die zuversichtlichen Aufmerksamkeiten, die Dir begegnen. Sie können die lichten Wegweiser im Dunkel sein.
    Alles Liebe, Eva

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  114. Liebe Nora,
    Du hast das "Zauberwort" LOSLASSEN ja schon erkannt...leider ist es kein Automatismus und will gelernt seinDas Lernen dauert ein Leben lang!
    Ich möchte Dir ein Buch ans Herz legen,das ich in meiner Ausbildung zur Sterbebegleiterin kennenlernen durfte:
    "Lasst uns end-lich leben" von A.Paessens-Deege ,Santiago Verlag
    In dem Buch schmökere ich immer,wenn ich vergessen habe- es gibt auch ein Leben vor dem Tod....
    Ganz liebe Grüße von Doro

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  115. Liebe Nora; puuuuh, so eine Zeit durchlebe ich seit einem halben Jahr, möchte nun aber nicht viel mehr dazu sagen, sondern dich einfach nur umarmen! *knuddel*
    Alles, alles Liebe, Nicole

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  116. Liebe Nora

    Es tut mir so leid. Deine Zeilen zu lesen war grad ein "Déjà-vu" an Gefühlen (auch die vielen Kommentare).... am 28. Dezember ist meine Oma mit 93 Jahren gestorben. An der Beerdigung habe ich immer wieder zu hören bekommen "schön konnte sie ohne Schmerzen gehen" ... schön ???? Das war nicht schön! Es war ihr bewusst sie würde sterben, es war uns bewusst sie würde gehen und es war so traurig ! So sehr traurig ...

    Mit einer warmen Umarmung
    Linda

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  117. Nora, du schreibst mir aus der Seele. Mir geht es ähnlich wie dir und wenn ich nicht wegschaue, drohe ich an den Gedanken zu zerbrechen. Es tut gut und ist erschreckend zugleich, eine Zeilen gelesen zu haben.
    Drück dich
    Manuela

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  118. Liebe Nora,

    Danke, dass du so offen und ehrlich schreibst. Auch mich haben die letzten Wochen Gedanken rund um den Tod beschäftigt und oft zum Weinen gebracht. So unangenehm diese Gefühle rund um Tod und Trauer auch sind, Ängste hochkommen und eine Art Hilflosigkeit, zeigt es doch, dass wir noch FÜHLEN. Manchmal sind die Gefühle notwendig, um uns wieder etwas klar zu machen, Dinge, die ver-rückt sind, wieder auf den richtigen Platz zu rücken und vor allem wieder viel bewusster zu sein und zu leben.

    Aus eigner Erfahrung weiß ich, dass es am besten (und manchmal am schwierigsten) ist, all die Gefühle zuzulassen und durchzuleben. Dann geht es auch wieder bergauf.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für diese Zeit!
    Fühl dich umarmt und gedrückt.

    Miriam

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  119. Liebe Nora,
    hier stehen schon so viele Kommentare, die ich jetzt nicht alle gelesen habe, aber soweit ich sie überflogen habe, haben sie alle den selben Tenor: Neben den schönen Seiten gehören auch die schlechten Gedanken zum leben dazu. Der eine kann damit besser umgehen als der andere. Der eines setzt sich damit auseinander, der andere verdrängt sie.
    Wenn ein Mensch, der uns am Herzen liegt gehen muss, ist das immer schwer; v.a. wenn man den Kampf aus nächster Nähe miterleben muss.
    Ich hatte bisher überwiegend das "Glück", das liebe Menschen unverhofft gegangen sind und letztlich ihr Leben gelebt hatten. Sie haben sich nicht quälen müssen.
    Du hast liebe Menschen in Deiner Umgebung und hier im Netzt, die dich auffangen.

    Manch einem Leser, hast Du vielleicht etwas zugemutet, aber der muss ja das nicht lesen oder braucht nicht wieder kommen. Immer nur eitel Sonnenschein gibt es nicht.

    Sigrid

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  120. Liebe Nora,
    am Zuspruch Deiner Leser kannst Du ja gut sehen, wie richtig und wichtig es war, dieses Thema so offen und berührend anzusprechen. Der Tod wird in unserer Gesellschaft immer noch verdrängt. Und doch gehört er zum Leben dazu. Ich habe meinen Bruder verloren, der nur 17 Jahre alt werden durfte, davon 11 Jahre schwer krank. Meine Mutter ist nach langer, schwerer Krankheit vor 5 Jahren gestorben. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an beide denke. Ich glaube fest an ein Leben nach dem Tod und bin mir ganz sicher, dass sowohl mein Bruder als auch Mama ihre schützende Hand über meine Familie und mich halten. Es ist für die, die zurückbleiben schwer, sich mit der Endgültigkeit abzufinden und loszulassen. Manchmal gelingt es nicht so gut, manchmal besser. Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft und Stärke!

    Liebe Grüße
    Birgit

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  121. Ach herrje, Nora, ich drücke dich in Gedanken mal ganz fest und es ist gut, dass du das alles aufgeschrieben hast. Ein Abschied tut immer weh und ich hoffe sehr, dass ihr alle Euren Weg findet, damit umzugehen und wenn es sein muss, dann auch jeder auf seine Art und Weise.

    'Alles zieht seine Kreise, das Wort, das ich spreche, das Schweigen, das ich verbreite, was ich tue, was ich unterlasse, von allem geht Wirkung aus. Ganz nah merkt man es am meisten, alles zieht seine Kreise.'
    (Peter Klever)

    Von Herzen und in Gedanken bei dir,
    Christine

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  122. Liebe Nora!
    Mir fehlen in solchen Momenten immer die Worte... was rät man, was tut dem Gegenüber gut. Nicht nur dem Menschen, der geht, auch denen die bleiben (müssen)! Ich kann ganz viel von Deinen Gefühlen verstehen und auch nachvollziehen. Ich selber habe keine Angst vor meinem eigenen Tod. Ich habe viel mehr Angst, jemanden zu verlieren, der mir sehr nahe steht. Im Alltag denkt man nicht darüber nach. Doch ganz plötzlich befindet man sich in der Situation...Wir haben bereits 2 mal mit meiner Schwiegermama so eine schwere Zeit durchgemacht und überraschenderweise hat eine Nachbarin, mit der ich nie viel Kontakt hatte, mir ganz viel geholfen. Sie arbeitet ehrenamtlich im Hospiz und hatte genau die richtigen Worte zur rechten Zeit. Zum Glück ist bei uns noch mal alles gut gegangen, aber irgendwann wird sie wieder da sein - diese ungeliebte Situation...und ich hoffe, dass auch Du so eine wundervolle Nachbarin wie wir hast!!! Fühl Dich gedrückt und ich finde Deine offenen Worte hier sehr gut!!!
    Ganz liebe Grüße und einen Sonnenstrahl im Grau wünsch ich Dir
    Ulla

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  123. Hallo Nora, mutig finde ich Deinen Post. Authentisch - so wie in den wunderschönen, lustigen, kreativen, herzlichen, …. Posts die Du normalerweise für uns, Deine Leser, kreierst. Wie könntest Du so tun, als wäre alles heiter und leicht wenn Dich so herzschmerzende Tatsachen quälen? Das geht nicht. Du hättest ebenso eine 'Bloggerauszeit' anberaumen können - tust Du aber nicht. Du schreibst - wie immer - über die 'Dinge', die Dich bewegen. Das macht Deinen Blog aus. Ich lese ihn schon seit längerer Zeit regelmäßig und freue mich jedes Mal. Ohne Dich in Echtigkeit zu kennen, tut es mir sehr leid, was Du / Deine Familie gerade durchlebt. Aber auch das Sterben, Loslassen gehört zum Leben dazu. Zur Seele von uns Menschen. 'Seelensachen' - Du hast den Namen schon sehr passend gewählt. Ich wünsche Dir Kraft - auch die Kraft schwach sein zu können! Eine Extra-Umarmung aus dem Norden - unbekannter Weise. Ahoi! Claudia

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  124. Liebe Nora,

    auch wenn die Worte schon ziemlich abgegriffen sind, so wünsche ich dir doch Kraft für diese schwere Zeit. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Mir haben Freunde, echte Freunde, in einer schweren Zeit sehr geholfen. Auch sie konnten die Tatsachen nicht ändern, mir aber mit Worten Stück für Stück aus der Verzweiflung helfen. Ein langer Weg. Ein Weg der im wahrsten Sinne des Wortes Kraft kostete und mich Kilos an Gewicht gekostet hat, die ich eigentlich gar nicht hätte abgeben müssen.
    Von den vielen, vielen Kommentaren zu deinem Post hat mich am meisten der von Karola angesprochen die da schreibt:
    loslassen ist für mich ein falscher ansatz
    ich nehme den geliebten menschen in einer anderen stofflichkeit weiter mit in mein leben
    unser beziehung verändert sich
    aber ich muss ihn nicht loslassen mir aus dem herzen reißen
    er ist für mich in meiner liebe mit dem was mich mit ihm verbindetwas ich von ihm gernt ,anhaltung übernommen ,angenommen habe stets lebendig
    ohne in ständiger trauer zu leben
    als immerwährender schatz.....
    leg dir eine schatzkästchen für die uroma an!

    Diese Beschreibung kommt meinem Gedankengut recht nahe. Durch ihre Eigenschaften die Verstorbene aus meiner Umgebung zu Lebzeiten hatten, „leben“ sie weiter in meiner Erinnerung. Positive und negative Beispiele bleiben mir über Jahrzehnte hinweg in Erinnerung und beeinflussen im Kleinen mein Denken und Handeln.

    Ich wünsche dir hilfreiche Menschen in der Nähe, die dir genau das geben können, was du brauchst.

    Liebe Grüße

    Kerstin & Hanna

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  125. Liebe Nora, ich hoffe, die vielen Kommentare haben dir ein wenig Trost in dein Herz geschenkt. Ich schreibe dir jetzt nicht meine Geschichte auf, doch ich kann dir sehr, sehr gut nachfühlen wie es ist, einen geliebten Menschen gehen lassen zu müssen. Loslassen ist nicht einfach und auch die Ängste die einen begleiten, wenn man sich damit auseinandersetzen muss sind oft nur schwer zu ertragen. Ein Stück weit muss man sie zulassen, sich mit ihnen auseinandersetzen um sie dann gehen zu lassen. Und wenn sie nicht gehen wollen, dann bist du mit deinen Stoppzeichen auf dem richtigen Weg. Für die die von uns gehen/gegangen sind, ist es bestimmt wichtig, dass wir wieder ins Leben zurückfinden, es als gehaltvoll ansehen und uns ab irgendeinen Punkt auch wieder darüber freuen werden. Ich wünsche dir für dein Herz den nötigen Trost, den du jetzt brauchst. Liebe Menschen in deiner Nähe die dich halten und die nötige Kraft alles auszuhalten.
    Fühl dich gedrückt und verstanden ♥ Lilli

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  126. Liebe Nora,
    ein bewegender Post.
    Und ich kann jede deiner Zeilen nachvollziehen.
    Ich war 32 Jahre alt und in der 26. Woche mit meinem Sohn schwanger, als ich sterben sollte.
    Lungenembolie.
    Nur der Umstand, dass ich zu dem Zeitpunkt bereits im Krankenhaus war und das beherzte Eingreifen eines Arztes rettete mein Leben.
    Und das kleine Gesicht meiner dreijährigen Tochter vor Augen, die ich auf keinen Fall verlassen wollte.
    Dieser beginnende Sterbevorgang hat Ängste in mir ausgelöst, die ich bis heute nicht einsortiert kriege.
    Die Angst, nicht mehr bei meinen Lieben zu sein.
    Ich kann auch nicht, wir andere nach Nahtoderlebnnisen sagen: Der Tod ist nichts, wovor man Angst haben muss.
    Der Tod an sich hat für mich Schrecken, auch der Gedanke, liebe Menschen zu verlieren, ist unerträglich.

    Aber es hat nach vielen Denkprozessen auch Positives hinterlassen:
    Die Freude, am Leben zu sein und jeden Moment zu genießen.

    Liebe Grüße!

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  127. Liebe Nora,
    deine Worte haben mich sehr berührt und ich bin sehr dankbar dass Du das alles aufgeschrieben hast. Ich kann so gut nachfühlen was Du schreibst, weil ich auch so "ticke" wie Du. Die letzten Jahre ganz besonders, aus verschiedenen Gründen und es tut gut zu wissen dass man nicht alleine ist mit seinen Gefühlen, Ängsten und inneren Dämonen.
    Ich wusste das von Deiner Trennung und der Schwangerschaft gar nicht. Das ist übrigens auch eine Parallele zwischen uns. Ich wünsche Dir wirklich alles erdenklich Liebe und Gute und dass Du es schaffst der Angst besser zu begegnen und dass sie nie die Überhand über Freude und Glück gewinnt.
    Herzliche Grüsse von
    Kristin

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  128. Oh Nora... ich habs gerade erst gelesen. :/ Wir machen gerade das gleiche durch mit meiner Oma. 2 Schlaganfälle kurz hintereinander nach Weihnachten. Und auch uns haben die Ärzte nicht viel Hoffnung gemacht. Und auch meine Oma möchte mit ihren 92 Jahren einfach gehen dürfen. Aber irgendetwas hält sie wohl noch hier. Während meiner Ausbildung durfte ich 8 Wochen auf einer Palliativstation arbeiten. Ich hatte so große Angst vor diesem Einsatz, aber soll ich dir etwas sagen? Es war einer meiner schönsten Pflegeeinsätze denn dort hab ich gelernt das es am wichtigsten ist unsere kostbare Zeit mit diesen Menschen zu verbringen. Die Zeit die man hat zusammen genießen damit sie glücklich, erfüllt und zufrieden einschlafen können. So schwer es auch ist einen geliebten Menschen gehen zu lassen, wäre es doch egoistisch von uns ihn ein Leid ertragen zu lassen nur damit er bei uns bleibt - uns zuliebe.
    Ich denke an euch

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  129. Auch meine Mutti ist schon sehr alt mit bald 85 und auch uns steht das irgendwann bevor. Dennoch sollte man sich mit dem Tod zu Lebzeiten immer einmal wieder beschäftigen, denn wer das komplett ausblendet, wird irgendwann unangenehm "überrascht". Wir leben zu sehr im Hier und Jetzt und tun so, als lebten wir ewig, doch das ist nicht so! Das Wesentliche im Leben ist immer "unsichtbar", so auch das ...

    Außerdem finde ich es total wichtig, auch über solche Themen zu bloggen, gerade das machte ursprünglich ja das Bloggen aus. Die ganze Deko- und Vorzeige-Bloggerei ist erst in den letzten Jahren entstanden und wurde nur durch die fortgeschrittene digitale Fotografie ermöglicht. Doch das ist der Sinn des Bloggens, nämlich eines Web-Tagebuches ja nicht! Viele so genannte Blogs erwecken inzwischen stark den Anschein des Kommerziellen. Das wird auf Dauer langweilig, davon wendet man sich irgendwann ab.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft und alles Liebe und Gute!
    Sara

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  130. Liebe Nora!
    Als ich Deinen Post las, wußte ich nicht gleich, wie und was ich Dir dazu antworten soll und habe eine Nacht drüber geschlafen und nun bin ich zu spät, weil Du schon Deinen nächsten Post rausgeschickt hast, aber ich werde es jetzt trotzdem noch tun!

    Du hast einen wundervollen Text geschrieben über das Sterben und die Angst davor! Und ich war total gerührt!

    Wir haben alle Angst vor dem Sterben, auch ich! Aber ich glaube je älter man ist, desto mehr "gewöhnt" man sich dran! Ich jedenfalls hatte als Jugentliche schreckliche Angst davor und habe es gleich wieder von mir geschoben! Jetzt sehe ich das alles schon etwas gelassener und ich glaube, wenn man sterben muß, möchte man das auch! Ich glaube fest daran, das man dann vom Leben loslassen kann und sich auf all die anderen Lieben freut die auf einen, auf der "anderen Seite" warten.

    Alles Liebe
    Kerstin

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  131. Liebste Nora, ich habe nun deine Zeilen gelesen, Wort für Wort und Satz für Satz. Ganz langsam.
    Das Sterben, der Tod. Auch wenn wir wissen, wir werden geboren und wir sterben und das gehört alles dazu zum "Leben". und das "Dazwischen" , wieviel können wir in dieser Zeit lernen um bessere Menschen zu werden, ruhiger , gelassener, vertrauensvoller, eins sein von Körper und Geist.
    Der Tod begleitet auch mich, mein Vater, meine Mutter, die liebgewonnen Tiere. Und jedesmal ist der Schmerz riesengroß. Als meine Mutter starb, verstand ich die ganze Welt nicht mehr. Wie kann sie sich weiterdrehen? Wie kann alles rund um mich "normal" sein .Und diese innere Traurigkeit, die ich in meinen Körper, in meinen Augen, in meinen gelähmten Körper, der außer Traurigkeit nichts mehr empfand. Letztes Jahr hatte ich einen lieben Freund bis zu seinen Tod begleitet. Als er seine Augen für immer zumachte und sein Atem das letzte Mal atmete, Da war alles in mir zerrissen, einerseits die Dankbarkeit, das er gehen konnte und nicht mehr leiden mußte, Dankbarkeit das ich ihn begleiten durfte und diese Verzweiflung, das er nie mehr da sein wird, mit seinen Körper und seinen Geist. Das tiefe Loch, in das ich nachher fiel. Im März werde ich eine Hospitz Ausbildung machen. Ich will mehr darüber wissen. Ich muß mehr darüber erfahren- .... um anders damit umgehen zu können.
    Ich umarme Dich liebste Nora

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  132. Liebe Nora, ich bewundere schon lange deinen wunderschönen Blog und mag deine Art sehr. Hab auch gemerkt, das sich irgendwas ändert. Und habe deinen Post heute wie all die vielen Leser, die schon vor mir kommentiert haben, Wort für Wort und tief bewegend gelesen. Und ich danke dir für deine Offenheit. Auch ich habe immer noch mit dem Thema Tod und nicht mehr da sein, sehr zu kämpfen. Meine Mutter starb mit 48 Jahren an Krebs und hinterlies ausser mir (Nesthäkchen mit vier Jahren) noch 4 weitere Kinder. Sie wollte bestimmt nicht gehen, aber ihr Leiden war nicht mehr zu ertragen. Jeder meiner Geschwister musste auf seine Art lernen mit dem Verlust umzugehen. Mich hat man weitestgehend von dem Leiden meiner Mama ( das ein gutes Jahr dauerte ) fern gehalten, nach dem Motto, was versteht ein Kind von vier Jahren davon. Vielleicht hat man es auch gut gemeint. Ich weiss es nicht, aber ich weiss, dass mich seid dieser Zeit eine sehr große Verlustangst begleitet. Mittlerweile bin ich 50 Jahre, hab die Tante, die mich groß gezogen hat beim Sterben begleitet und meinen Papa vor 6 Jahren auch verloren. Das alles tut noch oft sehr weh. Selbst als wir voriges Jahr unseren Kater Leo nach 14 gemeinsamen Jahren einschläfern lassen mussten, kam ich mir wie ein Verräter vor und meinte, ich habe nicht genug für ihn getan, das er weiter Leben konnte. Dabei haben wir eigentlich alles versucht, aber er war eben zu krank zum weiterleben.
    ABSCHIED tut immer weh und alle Gedanken die man sich darüber macht, sind sicher wichtig, man soll sie zulassen, aber man muss auch ihnen hin und wieder tschüss sagen, weil das Leben zu kostbar ist !!
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und werde jetzt deine nächsten Post`s lesen.
    du bist stark, <3liche Grüße von Renate

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  133. Liebe Nora, bisher war ich immer nur stille Mitleserin und bewunderte Dein Deko-Talent. Dein Post hat mich sehr berührt und ich bin froh, in all den Blogs, die das schöne Leben feiern, auch mal so ernsthafte Gedanken zu lesen. Ich habe mich die ganze Zeit schon gefragt, was Dich so sehr belastet und erkenne auch Parallelen. Seit über einem halben Jahr komme ich wegen ganz diffusen Ängsten und Vorstellungen aus dem Grübeln nicht mehr raus. Diese Belastung hat mir so zugesetzt, dass ich meine Hausärztin um eine Überweisung zur Psychotherapie gebeten habe. Der Schritt war sehr schmerzhaft, aber nach einer anstrengenden Suche nach einer geeigneten Therapeutin werde ich im Mai mit der tiefenpsychologischen Therapie beginnen. Es wird nicht einfach, weil eine derartige Behandlung über zwei Jahre und 3 Wochenstunden angesetzt ist, aber es gibt mir Halt und eine Perspektive. Auch wenn die Entscheidung dazu sehr schwer ist, rate ich Dir in jedem Fall, fachliche Hilfe aufzusuchen. Es kann ja nur besser werden :-) Alles Gute für Dich und eine dicke Umarmung!

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Schön, dass du da bist!

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